Ihr regionaler Immobilienmarkt
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27.10.2018, 07:11 Uhr KOMMENTAR ZUM IMMOBILIENATLAS

Für Schnäppchenpreise ist es in Osnabrück lange zu spät

Kommentar von Jean-Charles Fays

Das „Hasehaus“ ist zum Sinnbild für den Immobilienboom in Osnabrück geworden. Mit sechs Obergeschossen bietet das Hasehaus dem Neumarkt die Stirn. Foto: Jörn MartensDas „Hasehaus“ ist zum Sinnbild für den Immobilienboom in Osnabrück geworden. Mit sechs Obergeschossen bietet das Hasehaus dem Neumarkt die Stirn. Foto: Jörn Martens

Osnabrück. Wer eine Wohnung zu Schnäppchenpreisen ergattern will, der ist in Osnabrück aktuell an der falschen Adresse, denn dafür hat er einfach deutlich zu lange gewartet. Mittlerweile hat der Immobilienboom dazu geführt, dass die Preise für eine gebrauchte Wohnung selbst im Schinkel erstmals auf über 1000 Euro pro Quadratmeter kletterten. Ein Kommentar.

Noch vor sechs Jahren war das anders: In Osnabrücks billigstem Stadtteil kosteten die Wohnungen 2012 nur etwa halb soviel, doch danach stiegen die Preise überall in Osnabrück schlagartig an - auch im Schinkel.

Eine Ursache ist, dass das Angebot hier und in anderen Stadtteilen knapp ist. Die Nachfrage hingegen wird immer größer. Bei steigenden Mieten und niedrigen Bauzinsen wollen immer mehr Menschen in den eigenen vier Wänden wohnen. Mittlerweile werden Wohnungen dadurch so teuer, dass Osnabrücker sich das kaum noch leisten können. Daher weichen sie nicht nur in die Osnabrücker Umlandgemeinden, sondern auch zunehmend in den immer noch billigeren Schinkel aus und bemerken, dass es dort nicht nur ein „Problem-Dreieck“ gibt, sondern dass der Stadtteil etwa mit dem Schinkelbad auch seine schönen Seiten hat.


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