Neue Tarife Nachts billiger im Parkhaus parken: Osnabrück führt Anwohner-Ticket ein

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Künftig gibt es ein Dauerparkticket für die Nacht. Foto: David EbenerKünftig gibt es ein Dauerparkticket für die Nacht. Foto: David Ebener

Osnabrück. Osnabrück will ein verbilligtes Dauerparkticket für die Nacht einführen. Es ist speziell für die Menschen in der Stadt gedacht, deren Autos üblicherweise am Straßenrand übernachten.

"Zu Hause parken" – so lautet der Arbeitstitel für den neuen Tarif, den die Parkstätten-Betriebsgesellschaft OPG zum Jahresbeginn 2019 einführen will. Er richtet sich an Autofahrer, die in der Stadt in der Nähe der OPG-Parkhäuser wohnen und keinen sicheren Stellplatz für ihr Auto haben. Sie können in Zukunft zu Preisen von 39 bis 59 Euro im Monat ihr Fahrzeug montags bis freitags von 17 bis 8 Uhr in einem der Parkhäuser abstellen. Der Preis hängt jeweils vom Parkhaus ab. Die Nachtparker können zusätzliche Optionen buchen: Mit der Option "Arbeitsfrei"  zum Beispiel kann ein Nutzer sein Auto für vier Euro pro Tag ganztägig in der Garage stehen lassen. Eine andere Option ist die "Tankkarte" für Fahrer von Elektroautos, die damit im Parkhaus die Batterien aufladen können.

Höhere Auslastung, mehr Einnahmen 

OPG-Geschäftsführer Wigand Maethner erhofft sich vom Nachtdauerticket eine bessere Auslastung der Parkhäuser in den schwachen Zeiten abends und nachts und damit höhere Erträge. Er geht davon aus, dass durch die neue Tarifstruktur nach einer Anlaufphase ab 2020 ein Mehrumsatz von etwa 45.000 Euro erzielt werden kann. "In 2021 rechnet die OPG mit einer Umsatzwirkung von rund 145.000 Euro unter Berücksichtigung einer moderaten Erhöhung des Dauerparktarifes", wie es in der Vorlage für die Ratssitzung am Dienstag heißt. 

Das Nachtdauerticket ist Teil einer Tarifänderung, über die der Stadtrat in der nächsten Sitzung
(Dienstag, 30. Oktober,) entscheiden wird. Ein anderer Teil ist das "Job-Parken", das für Berufspendler gedacht ist und dessen Bedingungen im Wesentlichen den der derzeit gültigen Dauerparkkarten entspricht. Für 79 Euro im Monat können die Nutzer montags bis freitags von 6 bis 20 Uhr Dauerparkplätze in OPG-Parkhäusern nutzen. Neu ist: Das "Job-Parken" bietet darüber hinaus die Möglichkeit, das Auto für zwei Euro extra im Monat auch nachts und am Wochenende im Parkhaus stehen zu lassen.

Die erste Stunde wird billiger

Der Tarif für die erste Stunde im Parkhaus Lotter Straße soll von derzeit 1,50 Euro auf 50 Cent reduziert werden. Ab der zweiten Stunde werden künftig 1,50 Euro (statt ein Euro) erhoben. Ziel sei, Kunden und Gäste der umliegenden Geschäfte und Restaurants anzusprechen und damit die Auslastung mit Kurzparkern zu erhöhen sowie Parksuchverkehr im Quartier zu vermeiden, sagt die OPG. Finanzielle Folgen erwartet die OPG nicht.

Das Tarifpaket sieht außerdem eine Erhöhung der Gebühren auf dem Parkplatz an der Stüvestraße vor. Ab Januar 2019 soll die Stunde ein Euro kosten (bisher 50 Cent).

Teurer werden auch die XXL-Stellplätze in der Tiefgarage am Ledenhof. Im Mai hatte die OPG dort 30 Stellplätze für große Autos eingerichtet, die bisher nichts extra kosten. Die Nutzung eines Breit-Platzes soll  künftig zwei Euro (statt 1,50 Euro) pro Stunde kosten. Dazu muss an der Zufahrt zu Deck 3 der Ledenhof-Garage eine zusätzliche Schranke eingebaut werden, was bis Jahresende geschehen soll. Wo heute 30 große Autos Platz haben, konnten früher 44 Pkw stehen. Die Zusatzgebühr soll die Einnahmeverluste ausgleichen. 


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