Flughafen Münster/Osnabrück FMO: Wir haben 2018 wieder mehr als eine Million Passagiere

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Die Türkei ist bei Touristen wieder gefragt: Auch deshalb steigen die Fluggastzahlen am Flughafen Münster/Osnabrück in diesem Jahr noch einmal gegenüber dem Vorjahr. Foto: David EbenerDie Türkei ist bei Touristen wieder gefragt: Auch deshalb steigen die Fluggastzahlen am Flughafen Münster/Osnabrück in diesem Jahr noch einmal gegenüber dem Vorjahr. Foto: David Ebener

Osnabrück. Der Flughafen Münster/Osnabrück (FMO) ist wieder im Aufwind. Flughafensprecher Andrés Heinemann kündigte auf Anfrage unserer Redaktion an: „Wir knacken bei den Fluggastzahlen in 2018 das erste Mal seit sechs Jahren wieder die 1-Million-Marke.“ Wie unser Regionalflughafen nach nur 790.000 Passagieren in 2016 die Kehrtwende geschafft hat.

Knapp 400.000 Passagiere hoben alleine von Juni bis September vom FMO ab. Dabei war das dritte Quartal um sieben Prozent stärker als im Vorjahr. Eine der wichtigsten Ursachen ist, dass die Germania ihr Angebot nach und nach ausgebaut hat - vor allem in die Türkei. „Die Flüge nach Antalya haben um 24 Prozent zum Vorjahr zugelegt. Sun Express hat sein Angebot verdoppelt und ist zwei Mal pro Tag und Germania drei Mal pro Woche geflogen“, erläutert Heinemann. Die türkische Riviera ist wieder gefragt. Dass das Auswärtige Amt in dieser Woche wieder die Reisehinweise verschärft hat und vor regierungskritischen Meinungsäußerungen in sozialen Medien warnt, hat laut Heinemann noch keine negativen Auswirkungen. Für den Tourismus positiv war, dass die Türkei in diesem Sommer den Ausnahmezustand wieder aufgehoben und das Auswärtige Amt daraufhin die Reisehinweise für das bei Urlaubern aus unserer Region so beliebte Urlaubsland wieder entschärft hatte. „Mittlerweile fliegt jeder fünfte Fluggast vom FMO in die Türkei“, weiß Heinemann.

Deshalb will die Airline Germania das Flugziel auch noch stärker bedienen, wenn sie ab April ihre dritte Maschine in Greven stationiert. „Wir wollen im kommenden Jahr etwa 1,1 Millionen Fluggäste anpeilen“, gibt Heinemann das selbstbewusste Ziel vor. Das wird die zehn kommunalen Gesellschafter freuen, die der Fortführung des 2014 beschlossenen Finanzkonzepts zur Entschuldung des FMO bislang jährlich zugestimmt haben. Entsprechend ihrer Anteile muss die Stadt Osnabrück (17 Prozent), die nach Münster (35 Prozent) und dem Kreis Steinfurt (30 Prozent), drittgrößter FMO-Gesellschafter ist, bis zum Jahr 2020 jährlich 2,9 Millionen Euro als Beitrag zur Entschuldung aufbringen. Auf den Landkreis Osnabrück entfällt mit fünf Prozent der FMO-Gesellschafteranteile ein Betrag von jährlich 850.000 Euro.

Flughafenchef Rainer Schwarz hält es für möglich, dass der FMO wieder einen operativen Gewinn macht, wenn wieder eine Million Passagiere befördert werden. Diese Marke wird der FMO laut Heinemann erstmals seit 2012 wieder in diesem Dezember knacken. Bis spätestens 2021 will Schwarz wieder eine schwarze Null erwirtschaften. Anfang 2017 betrug der operative Verlust rund drei Millionen Euro, doch bis Ende 2017 verbesserte sich das Ergebnis dank eines Passagierwachstums von 23 Prozent um 1,4 Millionen Euro, und dieses Jahr soll es sich abermals um eine Million Euro verbessern.

Viel erwartet sich Schwarz auch davon, dass in diesem Winter wieder Antalya und Istanbul angeflogen werden, nachdem im vergangenen Winter gar keine Flüge in die Türkei angeboten wurden. Darüber hinaus hofft Schwarz, dass auch viele Skiurlauber vom FMO abheben, denn ab dem 15. Dezember bietet Germania jeden Samstag Flüge nach Salzburg an.


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