„Spieltriebe“-Regisseure (9) Laura Jasckas über „Du wurdest ausgewählt“

„Spieltriebe“-Regisseurin Laura Jakschas. Foto: Theater Osnabrück„Spieltriebe“-Regisseurin Laura Jakschas. Foto: Theater Osnabrück

Osnabrück. Laura Jaschkas inszeniert mit der „Spieltriebe“-Uraufführung von „Du wurdest ausgewählt“ von Paul Bullinger das erste Mal am Theater Osnabrück. Das Thema des diesjährigen dreitägigen Festivals lautet „Total real“. Wir fragten Laura Jaschkas, welcher Spielart von Realität sie mit ihrer Lesart von „Du wurdest ausgewählt“ nahe kommt. Und stellen sie und ihre bisherige Arbeit vor.

Meine Inszenierung – die Uraufführung von Paul Bullingers Stück „Du wurdest ausgewählt!“ spielt mit mehreren Realitätsebenen. Auf der Stückebene geht es um eine Castingshow, gleichzeitig spielen wir an einem besonderen Ort, der Melanchthonkirche. Auch in der Inszenierung geht es permanent darum, herauszufinden, zu welcher Realität man in diesem Moment gerade gebeten ist. Es geht um das spielerische Ausprobieren von Wirklichkeiten, die auch miteinander in Beziehung treten können, wie etwa .das Theaterspiel beziehungsweise die Show und der reale Kirchenraum. Der Abend ist auch ein Spiel mit Identitäten, damit, wer oder was man sein will, ein Changieren zwischen Spaß und Ernst und stellt die Frage danach, was es eigentlich heißt, „man selbst zu sein“. Und natürlich die, ob Gott uns dabei zuschaut und was er eigentlich davon hält.

Laura Jakschas wurde 1980 in Neumünster geboren. Sie studierte zunächst Volkswirtschaftslehre an der Christian Albrechts Universität zu Kiel und danach Schauspiel am Hamburger Schauspielstudio Frese. Es folgten ein Engagement an der Landesbühne Niedersachsen Nord und erste eigene Regiearbeiten, u. a. der Liederabend „meer Rausch“ und Woyzeck für das Kaltstart Festival Hamburg. Seit 2010 studiert sie Schauspieltheaterregie an der Theaterakademie der Hochschule für Musik und Theater Hamburg bei Michael Börgerding, Friederike Heller, Ricarda Beilhartz , Eva Maria Voigtländer und David Bösch. Hospitanzen führten sie unter anderem ans Deutsche Schauspielhaus Hamburg und ans Schauspiel Frankfurt. Im Rahmen des Studiums entstand im Mai 2013 auf Kampnagel in Hamburg eine Arbeit zu Shakespeare im Rahmen einer Trilogie- „3 Regisseure, 3 Stücke - Schweine tötenI- III: Richard III“.


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