Veranstaltung in der Osnabrück-Halle Uni-Präsident Lücke begrüßt letztmals "Erstis"

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Wolfgang Lücke, Uni-Präsident, begrüßte zum letzten Mal die neuen Studenten. Foto: Philipp HülsmannWolfgang Lücke, Uni-Präsident, begrüßte zum letzten Mal die neuen Studenten. Foto: Philipp Hülsmann 

Osnabrück. Rund 3800 Neustudenten haben in dieser Woche ihr Studium an der Universität Osnabrück begonnen. Am Mittwochnachmittag empfingen Uni-Präsident Wolfgang Lücke und der inzwischen als Professor in Köln lehrende ehemalige Osnabrücker Student Kai Kaspar sie offiziell bei der traditionellen Erstsemesterbegrüßung in der Osnabrück-Halle.

Für den scheidenden Präsidenten Lücke war es die letzte Ansprache an die neuen "Erstis". Im kommenden Jahr wird seine designierte Nachfolgerin, die bisherige Vizepräsidentin Professorin Susanne Menzel, diese Aufgabe übernehmen. 


Studenten gehören zu Osnabrück

"Osnabrück ist eine richtige Studierendenstadt geworden", sagte Lücke. Zusammen mit den rund 14.000 Studenten der Hochschule lebten rund 28.000 Studenten in der Stadt. Lücke befand: "Osnabrück würde ohne die vielen jungen Leute ganz anders aussehen." 

Er gönne den Erstsemestern, welche in der vergangenen "Orientierungswoche" die Stadt kennenlernten und ihr nun beginnendes Studium in den Osnabrücker Kneipen zelebrierten, ihr neues Studentenleben. Er bat sie zwar darum, immer "in Maßen" zu feiern, schob aber augenzwinkernd hinterher: "Die Ersti-Woche gehört einfach dazu."


Begrüßung von 3800 neuen Studierenden an der Uni in der Osnabrückhalle Foto: Philipp Hülsmann


Lücke kommentierte auch die mit dem Studium neu gewonnene Selbstständigkeit. "Zum Studium gehört mehr, als Seminare und Vorlesungen zu besuchen", so Lücke. Sie stünden in ihrer eigenen Verantwortung, autonom zu handeln. Auch wies er auf die weitergehenden Möglichkeiten eines Studiums hin: "Nutzen Sie zum Beispiel auch die Gelegenheit, ins Ausland zu gehen." 

Zeit fürs Studium nehmen und entspannt bleiben

Dem Ratschlag schloss sich auch der Juniorprofessor für Sozial- und Medienpsychologie der Universität zu Köln, Kai Kaspar, an. Vor 15 Jahren begann Kaspar sein Psychologie-Studium an der Universität Osnabrück, nach seinem Diplom promovierte er dort auch. "Haben Sie keine Angst davor, Entscheidungen über Ihren eigenen Weg zu treffen", sprach Kaspar den Kommilitonen Mut zu. In seiner Rede thematisierte er einige "Schlüsselerlebnisse" seines Studiums in Osnabrück. Dazu gehörte auch die Erkenntnis, dass es durchaus Sinn ergebe, sich Zeit für das Studium zu nehmen. "Sie müssen für sich selbst Ihre eigene Lerngeschwindigkeit finden", sagte Kaspar. Wenn man das Studium etwas "strecke", habe man mit Praktika oder Auslandsaufenthalten gewisse Möglichkeiten, die sich in einem streng getakteten Plan so nicht ergäben.

Generell empfahl er den Neustudenten, das Studium entspannter anzugehen. Ein zu genaues Durchplanen des Studiums betrachtete er kritisch: "Manche Dinge kann man nicht realisieren, wenn man sich an einen starren Plan hält." Er habe seine heutige forschende Tätigkeit in kleinen Schritten über Forschungspraktika und seine Promotion für sich entdeckt. Und auch für stressige Prüfungsphasen hatte er einen Ratschlag parat: "Am Ende kommt man immer irgendwie durchs Studium, auch wenn es mal nicht so gut läuft."


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