Festival in diesem Jahr größer Performance-Kunst: Am Wochenende ist YUP in Osnabrück

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Die Macherinnen des Urban Performances Festival  im Haus der Jugend. Foto: Swaantje HehmannDie Macherinnen des Urban Performances Festival im Haus der Jugend. Foto: Swaantje Hehmann

Osnabrück. Young Urban Performances, kurz YUP, nennt sich eine Gruppe junger Kunststudentinnen, die einmal im Jahr ein Performance-Festival organisieren. Diesmal haben sie neun Performances, sechs Videoarbeiten, vier Installationen und drei Workshops in ihr Programm genommen.

Young Urban Performances, kurz YUP, nennt sich eine Gruppe junger Kunststudentinnen, die einmal im Jahr ein Performance-Festival organisieren. Diesmal haben sie neun Performances, sechs Videoarbeiten, vier Installationen und drei Workshops in ihr Programm genommen.  

Größer und internationaler zeigt sich in diesem Jahr das Young Urban Performances-Festival, das von sechs Kunststudentinnen organisiert wird. Im vergangenen Jahr wählten die Kuratorinnen 17 junge Performance-Künstler aus, die Arbeiten zum Thema Grenzgang, Grenzüberschreitung, Grenzerfahrung im Haus der Jugend präsentierten. In diesem Jahr wurde die Aktionsfläche auf die Kunsthalle Osnabrück und auch auf einige Plätze im öffentlichen Raum ausgeweitet. Außerdem kommen die ausgewählten Künstler aus dem Iran, aus Brasilien, Portugal, den Niederlanden, den USA und natürlich aus Deutschland. „Wir haben aus 80 Bewerbern, die sich auf unseren Open Call, unseren Aufruf zur Teilnahme, gemeldet haben, 19 Arbeiten ausgewählt“, erklärt Desirée Hieronimus vom YUP-Kollektiv. Das aktuelle Motto des Festivals lautet „The known an the unknown“ und beinhalte auch politische sowie gesellschaftskritische Positionen.

Wichtig bei der Erkundung des Festivals ist: Es gibt Performances, die nur einmal stattfinden, derweil performative Installationen den ganzen Tag über gezeigt werden. Daher sollte man sich im Internet den YUP-Zeitplan anschauen und sich einen Plan zu machen. „Gern hätten wir Leila Ahmadi persönlich nach Osnabrück eingeladen, die wir aus den vielen Bewerbungen ausgewählt haben. Aber sie stammt aus dem Iran und ihren Flug konnten wir nicht finanzieren“, erklärt Pia Tabea Visse vom YUP-Kollektiv. Daher muss sich der Besucher jetzt mit einem Video begnügen, auf dem eine filmisch dokumentierte Performance zu sehen ist, mit der Ahmadi sich mit ihrem Land, ihren Wurzeln und ihren Träumen auseinandersetzt.

In der Kunsthalle werden drei Installationen zu sehen sein sowie drei Performances. „Ich habe YUP im vergangenen Jahr gesehen und fand es großartig, was die jungen Frauen da auf die Beine gestellt haben“, meint Julia Draganovic, Leiterin der Kunsthalle. Daher stelle sie ihre Räumlichkeiten jetzt sehr gern zur Verfügung. Aber auch der Markt vor dem Rathaus, der Bürgergehorsam sowie das Außengelände des Hauses der Jugend werden bespielt.

Wie schon im vergangenen Jahr betonen die Studentinnen, die in Eigeninitiative zu Kulturveranstaltern und Kuratorinnen wurden, dass sie das Festival ohne Hilfe nicht hätten realisieren können. Für die Organisation standen ihnen der Fokus e.V. und Anna Nezel tatkräftig zur Seite, für finanzielle Unterstützung sorgte einmal mehr die Felicitas und Werner Egerland Stiftung. „Wir freuen uns, dieses engagierte Projekt mit rund 14000 Euro fördern zu können“, sagt Johannes Dälken vom Vorstand der Stiftung. Ihn freut es besonders, dass am zweiten Festivaltag mit Anna Stern, Lisa Stertz und Ruppe Kosellek drei Fachleute Workshops anbieten, mit denen vor allem junge Leute an die Kunst der Performance herangeführt werden.


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