Mit Osnabrücker Hilfe Neues Frauenzentrum vom Verein Magi in Malawi gebaut

Freude über den Bau des neuen Frauenzentrums des Osnabrücker Vereins Magi herrschte bei der Einweihung Anfang Oktober in Malawi. Foto: Anja HirschmannFreude über den Bau des neuen Frauenzentrums des Osnabrücker Vereins Magi herrschte bei der Einweihung Anfang Oktober in Malawi. Foto: Anja Hirschmann

Osnabrück. Mit Unterstützung aus Osnabrück können misshandelte Frauen im afrikanischen Staat Malawi Schutz und eine neue Lebensperspektive erhalten. Der Verein Magi (Malawian Girls) hat dort mit Unterstützung der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung und einem Auszubildenden-Projekt der Sievers Group in Osnabrück ein neues Frauenzentrum gebaut.

In den Herbstferien war Anja Hirschmann zum vierten Mal in diesem Jahr in Malawi, genauer gesagt in der Stadt Blantyre, wo der in Atter gegründete Verein seit einigen Jahren aktiv ist. Die Grundschullehrerin freute sich besonders darüber, dass nun Politiker aus dem malawischen Parlament zur Eröffnung des Frauenhauses gekommen waren. „Das war eine hochpolitische Veranstaltung für die Rechte der Frauen“, berichtet sie freudestrahlend. Dies sei besonders bemerkenswert, da Frauen in dem Land sonst „nichts wert“ seien. Nun habe aber jedes Parlamentsmitglied in seinen Reden über die Wertschätzung der Frauen gesprochen und wie wichtig sie für die malawische Gesellschaft seien. „Das habe ich vorher noch nie so gehört“, so Hirschmann. Für sie sei der Bau des neuen Hauses ein Symbol für die Rechte der Frauen. Die Baukosten in Höhe von 22000 Euro hat die Bingo-Umweltstiftung und ein Auszubildenden-Projekt der Sievers Group in Osnabrück gespendet.

In dem neuen Frauenzentrum gibt es zwei Wohnhäuser, wo misshandelte Frauen Schutz finden. Dazu wurde ein Versammlungshaus gebaut, wo sich Gruppen treffen können und wo eine Nähwerkstatt installiert ist. So sind die Frauen in der Lage ihr eigenes Geld zu verdienen und sich von ihren prügelnden Männern unabhängig zu machen. Nach und nach sollen auf dem Gelände weitere Häuser entstehen, wo Frauen dauerhaft wohnen können.

An einem anderen Standort von Magi e. V. ist zudem eine Brücke fertig gestellt worden, die ebenfalls mit Osnabrücker Hilfe entstanden ist. Die Firmen LM IT Services AG, Osnabrück und Vela Dare Consulting GmbH & Co haben sie gesponsert. In dem Fluss, über den die Brücke führt, sind in der Vergangenheit zahlreiche Kinder ertrunken.

Im kommenden Jahr wird der Bau einer Schule auf der bereits 20 Hektar großen Farm des Vereins in Angriff genommen.

Mehr Infos unter www.magi-ev.de.


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