Junge Diplomaten Neue Städtebotschafter stellen sich in Osnabrück vor

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Die neuen Städtebotschafter in Osnabrück stellen sich und Souvenirs aus ihrer Heimat vor (von links): Janna Kamphof aus Haarlem (mit Tulpen), Chloe Staton aus Derby (mit Schokolade), Jens Koopmann und OB Wolfgang Griesert, Ali Çinar aus Çanakkale (mit Trojanischem Pferd), Mariia Madenova aus Twer (mit Matruschkas) und Clémence Mitaut aus Angers (mit Schokolade). Foto: Jörn MartensDie neuen Städtebotschafter in Osnabrück stellen sich und Souvenirs aus ihrer Heimat vor (von links): Janna Kamphof aus Haarlem (mit Tulpen), Chloe Staton aus Derby (mit Schokolade), Jens Koopmann und OB Wolfgang Griesert, Ali Çinar aus Çanakkale (mit Trojanischem Pferd), Mariia Madenova aus Twer (mit Matruschkas) und Clémence Mitaut aus Angers (mit Schokolade). Foto: Jörn Martens

Osnabrück. Wer sind die Städtebotschafter im Osnabrücker Rathaus und was bewegt sie? Wer sich mit den fünf „Neuen“ beschäftigt, erfährt, dass sie eine gemeinsame Motivation und Zielsetzung verfolgen: Sie zeigen sich offen und hungrig auf neue Erfahrungen, und wollen vor allem eins: Grenzen überwinden, Beziehungen stärken. Dieser Aufgabe widmen sich die fünf jungen Menschen für die nächsten zwölf Monate.

„Ich bin stolz, die Freundschaft trotz der Entfernung von 2000 Kilometern zu festigen“, sagt Mariia Madenova aus dem russischen Twer. Gerade erst das Masterstudium im Fach „Deutsch als Fremdsprache“ abgeschlossen, tritt sie nun voller Tatendrang ihre neue Stelle Osnabrück an. Wie auch ihre Kollegen hat sie bereits einige Berührungspunkte zu Deutschland gesammelt: Die deutsche Sprache und Kultur hat sie während ihres Auslandssemesters in Freiburg und eines Praktikums in Quedlinburg zu schätzen gelernt.

Ali Çinar aus Çanakkale tritt in die Fußstapfen seines Bruders. Vor 13 Jahren hatte dieser das Amt des türkischen Städtebotschafters inne. Çinar motiviert vor allem ein Gedanke: „Ich bin Städtebotschafter geworden, weil ich an den Frieden glaube. Hierin liegt die große Aufgabe unserer Zeit.“ Erste Kontakte in Deutschland knüpfte er während seiner Semesterferien als Kellner in München. Er studierte Deutsch auf Lehramt. Auch Janna Kamphof aus Haarlem, Niederlande, verbrachte einen Teil ihrer Studienzeit in Deutschland. Sie studierte Sprache und Kommunikation in Amsterdam und Leipzig. „Ich habe immer die Vorteile offener Grenzen erfahren und möchte mit meiner Arbeit zum kulturellen Austausch beitragen“, sagt Kamphof, die fünf Sprachen spricht.

Für die französische Stadt Angers ist Clémence Mitaut nach Osnabrück gekommen. Einen Teil ihres Studiums der Agrarwirtschaft habe sie in Withmarschen verbracht. Wie auch Chloe Staton aus dem englischen Derby, freue sie sich über die „einzigartige Gelegenheit“, die ihr die kommenden zwölf Monate bietet. Staton absolvierte ein Studium in Deutsch und Französisch. Zudem arbeitete sie bereits ein Jahr in Celle als Fremdsprachenkorrespondentin.

Volles Programm im Zeichen der Begegnung

Das Engagement der jungen Leute sei getragen „vom europäischen Gedanken des Friedens“, betont Oberbürgermeister Wolfgang Griesert. Erfahrungsgemäß sei die Tätigkeit als Städtebotschafter stets der Beginn jahrelanger Freundschaften und enger Beziehungsgeflechte. Etablierte Projekte sollen fortgeführt werden, „neuer Input durch die Städtebotschafter ist willkommen“, ergänzt Jens Koopmann, Leiter des Städtepartnerschaftsbüros. Geplant sind unter anderem Bürgerreisen, Begegnungsabende, die traditionelle Präsentation der Partnerstädte auf der Maiwoche und Partnerschaftstage. Aktuelle Planungen sind eine Ausstellung in Haarlem in Kooperation mit dem Erich-Maria-Remarque-Friedenszentrum, ein Konzert zweier Osnabrücker Chöre und eines Chores aus Derby, eine Weihnachtskarten-Tauschaktion zwischen zwei Grundschulen in Osnabrück und Angers sowie ein russischer Nachmittag und eine Bürgerreise in die Türkei.


Städtepartnerschaft zwischen Osnabrück und Twer ausgezeichnet

Erst kürzlich wurde die deutschlandweit einzigartige Form der Städtepartnerschaft ausgezeichnet: Der russische Außenminister Sergej Lawrow und sein deutscher Amtskollege Heiko Maas würdigten Osnabrück und Twer im Rahmen des "Deutsch-Russischen Jahres der kommunalen und regionalen Partnerschaften". Ein Kandidat, der Osnabrück in der russischen Partnerstadt Twer vertritt, ist bisher noch nicht gefunden worden.

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