Es geht um Sekunden Einbruchschutzmesse in Osnabrück: Gut gesichert gegen böse Buben

Von Michael Goran

Ein Fenster ist schnell aufgehebelt, lautete die Botschaft auf der Einbruchschutzmesse. Aber man kann es dem Einbrecher auch schwer machen. Foto: André HavergoEin Fenster ist schnell aufgehebelt, lautete die Botschaft auf der Einbruchschutzmesse. Aber man kann es dem Einbrecher auch schwer machen. Foto: André Havergo

Osnabrück. Den Schraubendreher zwischen Fenster und Fensterrahmen geschoben, zweimal ziehen und schon ist es offen. Doch das muss nicht sein, man kann es dem Einbrecher so schwer machen, dass er lieber aufgibt. Darüber informierte die Einbruchschutzmesse für Haus und Gewerbe in der Sparkasse.

„Einbrüche sind Eingriffe in die Intimsphäre“ erklärte Oliver Voges, Leiter des zentralen Kriminaldienstes der Polizei und Geschäftsführer des Präventionsvereins Osnabrück (Prävos). Jeder, der Opfer eines Einbruchs geworden sei, wisse, wie schlimm es ist, wieder in die eigenen Räume zurückzukehren. Die Täter verblieben nicht lange an einem Tatort, lautete die Botschaft. „Kommen sie nach wenigen Sekunden nicht rein, hören sie schon wieder auf. Da ist es wichtig, dass Türen und Fenster vernünftig gesichert sind“, vermerkte Voges. Der Verein Prävos und die Polizeiinspektion Osnabrück haben die Einbruchschutzmesse organisiert.

Martin Schmitz, der Beauftragte für die Kriminalprävention der Polizeiinspektion Osnabrück, erklärte die „Aktion sicher Wohnen“, einer Kooperation zwischen der Kreishandwerkerschaft und der Polizeiinspektion. Handwerksbetriebe die auf der Messe informieren, stehen auf einer Errichterliste, die von der Polizei empfohlen wird. Das ganze Portfolio von mechanischem Schutz, über Elektronik, Video, Einbruchmeldeanalgen und Smarthome waren ausgestellt.

Ein besonderes Thema der Messe waren das Smarthome und die Fenster- und Türensicherheit. Wichtig sei die Nachrüstbarkeit aller Systeme, hieß es dazu. Die Smarthome-Technik lasse sich kabellos nachrüsten und ermögliche die Überwachung aller Schließsysteme. Das funktioniert so: Jalousien fahren hoch um den Einbrecher sichtbar zu machen, das Licht blinkt, um ihn in die Flucht zu treiben.

Besucher erfuhren auch, dass ältere Fenster und Türen mit einer Pilzkopfverriegelung nachgerüstet werden können, die das Aufhebeln stark erschwert. Dachfenster seien besonders gefährdet. So könnten ältere Modelle passgenau gegen neue sichere Exemplare ausgetauscht werden.


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