Auch gegen die Anwohner JU: Berliner Platz „unbedingt“ umbenennen in Helmut-Kohl-Platz

Meine Nachrichten

Um das Thema Osnabrück Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Der Berliner Platz sollte nach Ansicht der Jungen Union Osnabrück umbenannt werden in Helmut-Kohl-Platz. Foto: Moritz FrankenbergDer Berliner Platz sollte nach Ansicht der Jungen Union Osnabrück umbenannt werden in Helmut-Kohl-Platz. Foto: Moritz Frankenberg

Osnabrück. Die Junge Union (JU) tritt dafür ein, den Berliner Platz auch gegen den Willen der Anwohner nach Altbundeskanzler Helmut Kohl zu benennen. In einer Pressemitteilung schreibt der CDU-Nachwuchs, die Verdienste Kohls für ein friedliches Zusammenleben in Europa und die Einheit Deutschlands seien“immens“.

„Als Europäer und Deutsche haben wir Helmut Kohl viel zu verdanken. Insbesondere die Friedensstadt Osnabrück sollte daher ein Zeichen setzen und einen zentralen Platz im Innenstadtbereich nach ihm benennen“, heißt es in einer Pressemitteilung von Christopher Peiler, dem Vorsitzenden der Jungen Union Osnabrück. Der Berliner Platz sei dafür ausgesprochen gut geeignet. Dass sich in einer Anhörung der Stadt Osnabrück 21 von 25 gemeldeten Anwohnern gegen die Umbenennung ausgesprochen haben, sei zu vernachlässigen, meint die JU.

Bei Umbenennungen von Straßen und Plätzen komme es verständlicherweise immer zu Kritik durch Anwohner. Die Stadt sollte Äußerungen der Menschen im Hinblick auf die organisatorischen Probleme einer Umbenennung ernst nehmen. Denkbar wäre, dass die Stadt Osnabrück serviceorientiert auf die Anwohner zugehe und beispielsweise eine postalische Ummeldung finanziell und organisatorisch vereinfache.

Der Rat der Stadt Osnabrück sollte „unbedingt“ den Berliner Platz zum Helmut-Kohl-Platz umbenennen und damit das Andenken an einen großen Europäer honorieren. Bei allem Verständnis für die Kritik an Kohl in Bezug auf die Spendenaffäre müsse konzediert werden, dass er „in einer historischen Stunde die richtigen Schritte und Maßnahmen getätigt“ habe, um friedlich die Wiedervereinigung zu ermöglichen.

Bei solchen Benennungen gehe es nicht um Einzelmeinungen von Anwohnern, sondern ausschließlich um die Ehrung des geschichtlichen Erbes herausragender Persönlichkeiten, vermerkt Peiler.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN