Schnitzen und Schlemmen Kürbistag im Botanischen Garten der Uni Osnabrück

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Die siebenjährige Julia war schon zum vierten Mal beim Kürbistag dabei. Beim Schnitzen betreut wurde sie von Claudia Grabowski-Hüsing. Foto: Thomas OsterfeldDie siebenjährige Julia war schon zum vierten Mal beim Kürbistag dabei. Beim Schnitzen betreut wurde sie von Claudia Grabowski-Hüsing. Foto: Thomas Osterfeld

Osnabrück. Zum Kürbistag im Botanischen Garten der Universität Osnabrück machten sich jetzt Alt und Jung auf den Weg: Die einen zum Schnitzen von Halloween-Kürbissen, die anderen zum Verkosten der süßen und salzigen Leckereien.

„Das Kürbisschnitzen ist die Hauptattraktion“ erzählte ein Besucher, der mit seinen beiden Töchtern zum Fest gekommen war. Das galt für die meisten Kinder: Sie höhlten eifrig die großen, orangefarbenen Beeren aus, malten gruselige oder fröhliche Fratzen darauf und schnitten vorsichtig einzelne Stücke aus dem Fleisch. Damit dabei alles glatt lief, gab es Unterstützung von der „Grünen Schule“, die für Führungen und Bildungsarbeit im botanischen Garten zuständig ist.  

„Ursprünglich kommt der Trend um die Kürbisse aus den USA“, erzählte Claudia Gabowski-Hüsing, die Leiterin der Grünen Schule. Das bestätigte die Amerikanerin Daria Sevastianova, die mit ihrer Tochter das Kürbisfest besuchte. Sie ist Professorin und verbringt mit ihrer Familie ein Semester in Osnabrück. Als sie von dem Kürbisfest erfuhr, war sie voller Freude, sagte sie. In den USA sei das Schnitzen von Kürbissen nämlich weit verbreitet, oft würden Familien dafür auf eine Farm fahren und anschließend die Häuser mit der selbstgemachten Dekoration schmücken. Natürlich gehören auch Halloween-Feiern mit zum Kürbiskult, erzählte sie.

Große Beeren: Kürbisse aller Art konnten gekauft werden. Foto: Thomas Osterfeld


Auch unter den Osnabrückern ist das Fest beliebt. Es sei jedes Jahr gut besucht, erzählte Nikolai Friesen, der wissenschaftliche Leiter des Botanischen Gartens. „Das Wetter ist dieses Jahr fast schon zu schön“, sagte er. Mit den Besucherzahlen sei er aber zufrieden, die Tische zum Basteln waren dauernd voll besetzt.

Unter den Erwachsenen war besonders die Führung beliebt, die die Biologin Ursula Plantholt gab. Sie bot einen Rundumblick in die Welt der Kürbisse, erzählte von steirischem Kürbiskernöl, gab Tipps für Rezepte und dazu, wie man selbst eigene Kürbisse anbaut.

Neben der klassischen Kürbissuppe konnten die Besucher einen von Studenten selbstgemachten Kürbisaufstrich verkosten. Der sei aus einer besonderen Sorte entstanden, der „Blue Banana“, erklärte Jörg Heintz. Er ist Gärtner im Botanischen Garten und versorgt dort die unterschiedlichsten Kürbissorten, die auch während des Festes verkauft wurden. Die Vielfalt war groß: Moschuskürbis, Butternut, Bischofsmütze und viele andere bot er an. Hokkaidokürbisse seien unter den Speisekürbissen zwar am beliebtesten, Heintz empfahl jedoch, die seltenen Sorten einfach mal zu probieren, denn: „Die sind geschmacklich viel besser.“


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