Straßenmusikerin ist gereift Dota stellt neues Album in der Kleinen Freiheit vor

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Mit ihrer Band kommt Sängerin Dota am Mittwoch nach Osnabrück, um ihr neues Album „Die Freiheit“ vorzustellen. Foto: Annika WeinthalMit ihrer Band kommt Sängerin Dota am Mittwoch nach Osnabrück, um ihr neues Album „Die Freiheit“ vorzustellen. Foto: Annika Weinthal

Osnabrück. Das passt ja: Die Sängerin Dota stellt ihr neues Album „Freiheit“ am Mittwoch, 24. Oktober, in der Kleinen Freiheit vor. Die ehemalige Straßenmusikerin zeigt sich darauf gereift.

Bis 2013 war die 1979 in Berlin geborene Sängerin und Liedermacherin noch als "Dota und die Stadtpiraten" auf den Straßen Deutschlands unterwegs. In dieser Zeit erwarb sie sich den Spitznamen „Kleingeldprinzessin“.

Dota Kehr, wie sie mit bürgerlichem Namen heißt, studierte Medizin und machte 2010 ihren Abschluss. Aber die Liebe zur Musik ließ sie nicht los. Als 14-Jährige lernte sie Saxofon spielen; sieben Jahre später wechselte sie zur Gitarre. Als Straßenmusikerin kam sie auch nach Osnabrück.

Ihre Mühen und unermüdlichen Reisen sowie ihr Talent, Texte mit viel Wortwitz und Leichtigkeit zu schreiben, brachten ihr 2014 den mit 15000 Euro dotierten Fred-Jay-Preis der Verwertungsgesellschaft Gema ein. Damit folgte sie großen Kollegen wie Rio Reiser, Rosenstolz oder Xavier Naidoo. Auch den Deutschen Kleinkunstpreis und den Preis der Deutschen Schallplattenkritik heimste Dota ein.

Nun werden aber die Karten neu verteilt. Mit „Die Freiheit“ hat sie im September ihr drittes Studioalbum auf ihrem eigenen Label Kleingeldprinzessin Records veröffentlicht. Vom letzten Album „Keine Gefahr“ wurden über 100000 Einheiten verkauft und Dota erreichte damit Platz 14 der Charts.

Die musikalische Bandbreite auf „Die Freiheit“ ist äußerst abwechslungsreich und spannt sich von fantastisch-verträumten Liebesliedern über unheimliche Zukunftsvisionen, ironisch-gewitzten Großstadt-Songs bis zu sommerleichten Songs mit Hit-Potenzial. Dota schlägt auf ihrer neuen Platte aber auch ernste Töne an. So singt sie gegen den aufkeimenden Rassismus und Rechtsextremismus an.

Die leichten und fröhlichen Songs sind auf „Die Freiheit“ aber in der Überzahl. Und sie liegen Dota anscheinend auch eher. Dem Deutschlandfunk sagte sie in einem Interview, sie sei eben ein Hippie und glaube an das friedliche Miteinander aller Menschen. Für einen Aufruf zur Seenotrettung von Flüchtlingen habe sie viele Hasskommentare im Internet erhalten. „Aber das muss man aushalten. Da sage ich mir: Ich will auch noch die überzeugen, die mich da beleidigen.“

Ihre stetig wachsende Fangemeinde muss Dota nicht mehr überzeugen. Mit ihrem neuen Album beschreitet sie den Weg zu einer Pop-Musik, die durchaus Radio-kompatibel ist. 

Dota, Kleine Freiheit, Osnabrück, Mi., 24. 10., 20 Uhr, Eintritt: 17 Euro, Tickets unter http://www.kartenwerk.net/ oder der Nummer 0541/7607780.




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