Lass dich überraschen Komiker Kurt Krömer am 19. Oktober in der Osnabrück-Halle

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Unberechenbar sind die Shows von Kurt Krömer. Am Freitag ist er in Osnabrück. Foto: Chris NoltekuhlmannUnberechenbar sind die Shows von Kurt Krömer. Am Freitag ist er in Osnabrück. Foto: Chris Noltekuhlmann

Osnabrück. Was Kurt Krömer am Freitag, 19. Oktober, in der Osnabrück-Halle in seinem Programm „Stresssituation“ zeigt, ist völlig unklar. Das hängt von dem Publikum ab, das seine Show sehen will. Denn das beschimpft er üblicherweise, da ist er ganz Berliner.

Die Berliner Schnauze ist seit je her das Markenzeichen des am 20. November 1974 als Alexander Bojcan geborenen Komikers. Geboren wurde er im West-Berliner Bezirk Neukölln, aufgewachsen ist er im Wedding. Das prägt. Wer einmal mit einem Berliner Busfahrer in den Clinch geraten ist, der weiß, dass die Bewohner der deutschen Hauptstadt keine Süßholzraspler sind.

Kurt Krömer macht da keine Ausnahme. Aber man kann dem Mann in den Polyester-Anzügen nicht böse sein. Zwar mimt er oft genug den Macker. Aber wer will den "Punk im Körper eines Sparkassenangestellten“ (Krömer über Krömer) schon ernst nehmen. Seine Publikumsbeschimpfungen sind so lustig, dass sich die Beschimpften vor Lachen oft nicht halten können.

Der Mann, der Klaus Kinski, Louis des Funès und Andy Kaufman als seine Vorbilder nennt, macht auch vor großen Namen nicht Halt. In seinen Fernsehshows mussten sich schon Gunter Gabriel, Hellmuth Karasek oder Gregor Gysi Respektlosigkeiten gefallen lassen. Interessant war dabei, wie die Prominenten damit umgegangen sind. Der Autor Matthias Matussek, der von Krömer unter anderem als „Puffgänger“ bezeichnet wurde, klagte gegen die Ausstrahlung einer Sendung, in der er zu Gast war – und verlor.

Die Bühnenauftritte von Kurt Krömer leben von seiner Spontaneität. So kündigte er laut einem Bericht der Saarbrücker Zeitung bei seinem Auftritt die Pause an, nur um kurz nachdem die Zuschauer zur Tür strebten, wieder auf der Bühne zu erscheinen, um weiterzumachen. In Vellmar soll er laut der Hessisch-Niedersächsischen Allgemeine „sehr offensiv mit der schönsten Frau im Raum“ geflirtet und ihr eröffnet haben, er wolle mit ihr schlafen, denn „viel Auswahl hab ich nicht“.

Es ist der spezielle Humor, der die Figur Kurt Krömer ambivalent macht. Der Kritiker der Saarbrücker Zeitung drückte es so aus: Krömer seine eine Mischung aus „Flegel, Rotzlöffel und Misanthrop“ und andererseits „dieser putzige Typ mit der Beamtenbrille, den man einfach gern haben muss.“

Krömer versteht es wie sonst kaum ein deutscher Komiker, seine Zuschauer aufs Glatteis zu führen. So ist denn der einzige Hinweis auf seine Tournee ein weiterer Witz: „Immer wenn ich in Deutschland bin, statte ich dem Gardinenfachgeschäft Tölzke einen Besuch ab. Das umfangreiche Angebot an Gardinenstangen und Gardinenstangenringen aller Größen macht es für mich zur Anlaufstelle Nummer eins in Sachen Sex-Spielzeug!“

Kurt Krömer, Osnabrück-Halle, Osnabrück, Fr., 19. 10., 20 Uhr, Eintritt: 29,55 bis 39,95 Euro. Karten erhältlich unter www.deinticket.de oder der Nummer 0541/349024.


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