Timo Maschmann über die beginnende Konzertsaison im Iburger Schloss Atmosphäre und Qualität

Von Jan Kampmeier

Meine Nachrichten

Um das Thema Osnabrück Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

„Glücksgriff“
               für die Schlosskonzerte: Das Bartholdy Quintett spielt Mozart, Mendelssohn und Zemlinsky.Foto: Irene Zandel„Glücksgriff“ für die Schlosskonzerte: Das Bartholdy Quintett spielt Mozart, Mendelssohn und Zemlinsky.Foto: Irene Zandel

Die Konzertsaison in Bad Iburg beginnt, ausnahmsweise am Montag, mit Tanja Becker-Bender und Péter Nagy. Timo Maschmann gibt einen Ausblick, was sonst noch im Rittersaal zu erleben sein wird.

Eine außergewöhnliche Atmosphäre möchte Timo Maschmann als künstlerischer Leiter der Iburger Schlosskonzerte im Rittersaal des Schlosses schaffen. Dazu gehöre eine extrem hohe künstlerische Qualität der Künstler, und die verspricht Timo Maschmann auch für die neue Saison, die kommende Woche mit einem Konzert ausnahmsweise am Montag beginnt. Mit Tanja Becker-Bender hat er eine Violinistin mit hervorragendem Ruf für die Eröffnung gewinnen können, die gemeinsam mit ihrem langjährigen Klavierpartner Péter Nagy Sonaten von Beethoven, Brahms und Dvořák spielen wird, außerdem eine Auswahl aus den Ungarischen und Slawischen Tänzen. „Ich selber habe Tanja Becker-Bender vor etwa 20 Jahren bei den Iburger Schlosskonzerten mit der Frühlingssonate von Beethoven gehört“, erinnert sich Timo Maschmann, „sie hat schon damals wahnsinnig schön gespielt.“ Vor drei Jahren hatte er sie dann für sein Euregio Festival engagiert. „Sie ist eine unglaublich klare, exzellente Musikerin.“

Erfahrene Künstler hat er auch für die weiteren Konzerte gewinnen können: Das Bartholdy Quintett spielt im November Streichquintette von Mozart, Mendelssohn und Zemlinsky, und Timo Maschmann spricht bei diesen Musikern von einem Glücksgriff. Im Dezember folgt ein eher ungewöhnliches Konzert, denn Anastasia Makropoulou gestaltet es ganz alleine mit der Harfe.

„Sensationell“

Das neue Jahr könnte kaum hochkarätiger beginnen: Maria Kliegel wird gemeinsam mit Oliver Triendl zu Gast sein und ein spannendes Programm unter anderem mit Sonaten von Poulenc und Rachmaninow spielen. Die letzten drei Konzerte werden von Solokünstlern bestritten. Mariachristina Buono ist eine junge Pianistin, die Timo Maschmann besonders für ihre vielfältigen Klangfarben schätzt. Bach, Mendelssohn und ihren besonderen Liebling Schumann wird sie in Bad Iburg spielen.

Der belgische Geiger Peter Bogaert wird bei seinem Konzert Bach und Ysaÿe in mehrfachem Wechsel gegenüber stellen. „Er hat dazu auch noch zwei, drei eigene Sachen komponiert, die er damit verbindet, ein ganz spannendes Konzept.“ Das letzte Konzert bestreitet der Cellist Leonid Gorokhov, den Timo Maschmann verpflichtet hat, ohne zu wissen, was er spielen wird. „Gorokhov solistisch ist für mich sensationell“, meint er dazu, „und seine Programmkonzeptionen sind immer sehr schön, da kann ich mich drauf verlassen.“


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN