Unterhaltsame Erste Hilfe in Sachen „Männerschnupfen“ Die Leiden des kranken Mannes

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Maskuline Wehleidigkeit zeigt Peter Buchenau neben Yasmin Röckel in „Männerschnupfen“. Foto: Michael GründelMaskuline Wehleidigkeit zeigt Peter Buchenau neben Yasmin Röckel in „Männerschnupfen“. Foto: Michael Gründel

Osnabrück. Wie sehr erkältete Männer leiden können, zeigten Peter Buchenau und Yasmin Röckel auf unterhaltsame Weise im Stück „Männerschnupfen reloaded“, mit dem sie am Mittwoch im Haus der Jugend gastierten.

Männer und Frauen passen nicht zusammen. Zumindest nicht, wenn Mann auf dem Sofa leidet und Frau über ihre Shopping-Ausbeute reden will. Über das Phänomen männicher Wehleidigkeit im Krankheitsfall veröffentlichte der bei Würzburg lebende Autor, Kabarettist, Redner und Coach Peter Buchenau 2016 mit ina Lackerbauer das Buch „Männerschnupfen“. Und weil das Thema absolut Comedy-tauglich ist, schlüpfte Buchauer in der von Regisseurin Annette Hildebrand erstellten Bühnenfassung in die Rolle des unverstandenen Kranken.

Als Teil der Reihe „Kultur im Wohnzimmer“ ging das Comedy-Stück mit dem Titel „Männerschnupfen reloaded“ am Mittwoch im Haus der Jugend über die Bühne. Dabei wirkten die vorab auf den Zuschauerstühlen verteilten Päckchen mit Papiertaschentüchern und Eukalyptusbonbons wie Vorboten auf eine Story, die als unterhaltsame Mischung aus medizinischem und beziehungstechnischem Notfall inszeniert war.

Zwischen Sofa, Wartezimmer und „Memmen-Apotheke“ gaben Peter Buchenau und seine in allen übrigen Rollen agierende Bühnenpartnerin Yasmin Röckel männlicher Wehleidigkeit samt ausgeprägten Geschlechterklischees gehörig Zucker. So pflegte Peter Partnerin Gloria ausgedehnte Shopping-Touren mit Freundin Uschi. Statt des verständnisvollen Arztes Dr. Keuchhustis musste Peter die rüde Behandlung von Frau Dr. Drill ertragen. Die schwäbelnde Apothekerin steckte mit der allzu verschreibungsfreudigen Ärztin unter einer Decke. Und Peter geplagte Leber schien angesichts der Medikamentenmenge endgültig zu kapitulieren. Als selbst die Sensenfrau Peters Leiden nicht ernst nahm und sich Sprachcomputer „Kalexa“ von der zickigen Seite zeigte, schien klar, woran Mann genau litt: an Schnupfen und an weiblicher Ignoranz.


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