Kritik an Althusmann Grüne: A33 Nord schafft mehr Probleme als sie löst

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A33-Baustelle in Belm. Foto: Michael GründelA33-Baustelle in Belm. Foto: Michael Gründel

Osnabrück. Mit Verwunderung haben die Osnabrücker Grünen auf die Aussagen von Verkehrsminister Bernd Althusmann (CDU) zur A33-Nord bei seinem Besuch im Osnabrücker Rathaus reagiert.

„Da redet der Minister in Sachen A33-Nord von breiter Zustimmung und Dialogbereitschaft. Beim Treffen im Rathaus aber waren kritischen Stimmen offensichtlich unerwünscht. Diese einseitige Gesprächsbereitschaft ist nicht nur aus demokratischer Sicht kritisch zu sehen, sondern provoziert zusätzlich Widerstände“, erklärt der Grünen-Fraktionsvorsitzende Volker Bajus. 

Die Grünen verweisen darauf, dass es in der Region viele wichtige Verkehrsprojekte gebe, die nach vorne gebracht werden müssten. Dazu gehöre der Ausbau der IC-Verbindung Amsterdam-Berlin, zusätzliche Strecken und Bahnhalte für die OS-Bahn, der Ausbau der Schleusen am Osnabrücker Stichkanal und auch eine Finanzierungsperspektive für eine mögliche Stadtbahn. „All diese Projekte haben mehr Unterstützung im Rat und in der Bevölkerung als ausgerechnet die A33-Nord. Die zerschneidet ein Naherholungsgebiet, zerstört wichtige Naturschutzflächen und ist mit 150 Millionen Euro unverhältnismäßig teuer“, erläutert Bajus. „Warum reden wir nicht endlich über ein regionales Gesamt-Verkehrskonzept. Stattdessen wollen die Betonpolitiker aus CDU, SPD und FDP hier auf Biegen und Brechen die A33-Nord durchpeitschen“, so Bajus weiter.

Die Grünen können auch nicht nachvollziehen, warum man sich nicht gemeinsam auf den im Bundesverkehrswegeplan ausgewiesenen sechsspurigen A30-Ausbau konzentriert. Der sei weit vor der A33-Nord platziert und verkehrstechnisch  sinnvoll. „Darauf könnten selbst wir Grüne uns als Alternative und Kompromiss einlassen, wenn dann die A33-Nord nicht kommen müsste. Es ist doch zudem unwahrscheinlich, dass der Bund beide Projekte realisiert. Warum sich also nicht für das einsetzen, was wirklich den Rückhalt der ganzen Region hat, statt die Bevölkerung mit der A33-Nord zu spalten“, kritisiert Bajus.

Althusmann hatte in einem Gespräch mit Vertretern von CDU, SPD und FDP im Rathaus seine Überzeugung  geäußert, dass der Lückenschluss ein "echter Mehrwert für die Menschen in Osnabrück" wäre. Die Landesregierung werde alles unternehmen, um die Planungen voranzutreiben. Die Grünen waren zum Ministergespräch nicht geladen.


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