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10.10.2018, 15:02 Uhr ERSTKLÄSSLER AUF IRRFAHRT

Verkehrsgemeinschaft Osnabrück muss Fehler aufarbeiten

Kommentar von Sebastian Philipp

Zwei Erstklässler dürfen an ihrer Ausstiegshaltestelle nicht den Bus verlassen und fahren verängstigt eine Stunde durch Osnabrück. Symbolfoto: David EbenerZwei Erstklässler dürfen an ihrer Ausstiegshaltestelle nicht den Bus verlassen und fahren verängstigt eine Stunde durch Osnabrück. Symbolfoto: David Ebener

Osnabrück. Zwei Erstklässler dürfen an ihrer Ausstiegshaltestelle nicht den Bus verlassen und fahren verängstigt eine Stunde durch Osnabrück. Die Verkehrsgemeinschaft Osnabrück sollte jetzt schnellstens Fehleraufarbeitung betreiben, meint unser Kommentator.

Dass zwei aufgelöste Erstklässler eine Stunde lang durch Osnabrück fahren und schließlich von der Mutter am anderen Ende der Stadt aufgelesen werden müssen, lässt jeden, der selber Kinder hat zusammenzucken.

Ein solches Fehlverhalten lässt sich durch nichts entschuldigen. Nicht durch den Lärm, den es zweifelsohne in Einsatzbussen gibt und mit dem die Fahrer umgehen müssen – und auch nicht durch einen schlechten Tag. Wer seine Kinder in die Obhut der Verkehrsbetriebe gibt, muss sich zu 100 Prozent darauf verlassen können, dass sie sicher ans Ziel kommen. Fälle wie dieser sorgen dagegen für Unsicherheit. Niemand kann den Betroffenen Familien verübeln, ihre Kinder wieder selbst mit dem Auto von der Schule abzuholen.

Dass es die Verkehrsgemeinschaft Osnabrück darüber hinaus wochenlang nicht schafft, für Transparenz zu sorgen und den Vorfall aufzuklären, macht die Angelegenheit für die Betroffenen nur noch schlimmer. Die Verantwortlichen sollten sich jetzt dringend um die Beantwortung einiger Fragen kümmern. Zum Beispiel: Wie kann es überhaupt zu einem solchen Vorfall kommen? Funktioniert das Krisenmanagement richtig? Und wie werden solche Situationen in Zukunft vermieden?


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