Unter einem Dach Osnabrücker Diakonie-Kolleg zieht ins Hermann-Bonnus-Haus

Von Andreas Wenk

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Ein symbolisches rotes Band wurde zur Eröffnung durchgeschnitten. Von links: Friedemann Pannen (theologischer Geschäftsführer der Diakonie), Bürgermeister Burkhard Jasper, Gabriele Nauber (Leiterin des Diakonie-Kollegs), Architektin Andrea Wessendorf und Gerhard Töller (kaufmännischer  Geschäftsfphrer der Diakonie). Foto: Swaantje HehmannEin symbolisches rotes Band wurde zur Eröffnung durchgeschnitten. Von links: Friedemann Pannen (theologischer Geschäftsführer der Diakonie), Bürgermeister Burkhard Jasper, Gabriele Nauber (Leiterin des Diakonie-Kollegs), Architektin Andrea Wessendorf und Gerhard Töller (kaufmännischer Geschäftsfphrer der Diakonie). Foto: Swaantje Hehmann

Osnabrück. Das Diakonie-Kolleg Osnabrück hat seine neuen Räume im Hermann Bonus Haus eingeweiht. Dort stehen mehr als 400 Quadratmeter zur Verfügung.

Das Diakonie-Kolleg ist Nachfolger der Niedersächsischen Akademie für Fachberufe im Gesundheitswesen. Das Fortbildungsinstitut ist jetzt unter einem Dach mit der Diakonie-Pflegeschule an der Rheiner Landstraße. Wie Geschäftsführer Gerhard Töller erklärte, kam die Idee dazu vor zwei Jahren auf. Nach einer kurzen Prüfung stand fest: das Projekt ist machbar. Im April 2017 gab es grünes Licht für die Umsetzung.

Für Architektin Andrea Wessendorf bestand die Herausforderung vor allem darin, beim Ausbau des Dachgeschosses die Arbeit im voll besetzten Pflegehaus in der darunterliegenden Etage so wenig wie möglich zu beeinträchtigen. Ohne Belastungen sei es aber nicht gegangen, räumte sie ein. Sie bedankte sich deshalb nicht nur bei den beteiligten Handwerksbetrieben, sondern auch für die Geduld und Leidensfähigkeit der Heimmitarbeiter und -bewohner. 

Die größte Herausforderung war offenbar die, das Dach abzudecken, um vorgefertigte Wände mit dem Kran einsetzen zu können. „Dazu brauchten wir eine Woche ohne Regen“, so Wessendorf. Seit November hatte man darauf gewartet – und im Februar sei war es dann endlich so weit gewesen.

In der Etage des Diakonie-Kollegs stehen nun vier statt ursprünglich drei Seminarräume, Büros und Sozialräume zur Verfügung. Für die Kurse hängen Großbildschirme mit sensitiven Oberflächen an der Wand, die eher überdimensionalen Tablett-Computern als der alten Schiefertafel gleichen. Damit präsentiert sich das Kolleg nicht nur räumlich, sondern auch technisch auf der Höhe der Zeit.

Bürgermeister Burkhard Jasper (CDU) freute sich, dass Osnabrück mit dem Kolleg erneut seine Attraktivität gesteigert habe. Kriterien wie ortsnahe Bildungs- und Kulturangebote würden zusehends wichtiger, um Fachkräfte in Bewerbungsgesprächen für einen Standort zu gewinnen. Beim Thema Pflegenotstand nahm Jasper kein Blatt vor den Mund und machte die unterschiedlichen Interessenslagen etwa bei der Bezahlung von Pflegekräften deutlich. Darin drücke sich zum einen auch ein Teil der Wertschätzung für den Beruf aus und gleichzeitig müsse Pflege bezahlbar bleiben. Dem Kolleg wünschte er viel Erfolg, auch bei dem Versuch deutlich zu machen, dass der Beruf glücklich machen kann. Wie zuvor schon Diakonie-Geschäftsführer Friedemann Pannen wünschte er allen Beteiligten Gottes Segen.

Zu den Fortbildungsangeboten des Kollegs gehört unter anderen ein Kurs, der die Qualifikation "Pflegedienstleitung" vermittelt – etwa vergleichbar mit dem Erwerb eines Meisterbriefes, bei dem es nicht nur um eine handwerkliche Weiterentwicklung geht, sondern auch um wirtschaftliche und juristische Fragen oder Personalführung.


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