6. Osnabrücker Freiwilligentag Ganz unverbindlich beim Ehrenamt reinschnuppern

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Gemeinsam für die Gemeinde: An der Christus-König-Gemeinde wurden am Freiwilligentag 17 Fahrradständer gebaut. Foto: Robert SchäferGemeinsam für die Gemeinde: An der Christus-König-Gemeinde wurden am Freiwilligentag 17 Fahrradständer gebaut. Foto: Robert Schäfer

Osnabrück. Am Samstag war wieder „Osnabrücker Freiwilligentag“. In mehr als 20 Projekten konnten sich Ehrenamtliche und solche, die es werden wollten, mal ganz einfach engagieren. Am Abend feierten die Freiwilligen dann zusammen im Haus der Jugend.

Einen Tag einfach und unverbindlich bei ehrenamtlichen Projekten reinschnuppern oder das eigene Engagement der Öffentlichkeit vorstellen – das ist die Idee des Freiwilligentages. Am Samstag wurde inzwischen zum sechsten Mal in Osnabrück so Aufmerksamkeit für das Ehrenamt in Osnabrück geschaffen. Mehr als 20 Projekte standen dieses Mal zur Wahl und hatten spannende Aktivitäten zu bieten.

Hilfe für Katzen in Not

Neben den bekannten Institutionen nutzen aber auch viele Initiativen und Vereine, die sonst weniger im Fokus stehen, die Aufmerksamkeit. Ein Beispiel ist der Verein Katzenleben Osnabrück. Im Alltag ist die Arbeit der Ehrenamtlichen Helfer wenig auffällig. Wer nicht gerade eine Katze in Not hat kommt wohl kaum mit dem Verein in Kontakt. „Wir kümmern uns besonders um Katzen, die nur schwer oder kaum noch vermittelbar sind“, berichtete Nikola Rose. Das seien einerseits sehr alte Tiere oder Katzen mit schweren Krankheiten. Sie kommen bei Katzenleben Osnabrück nicht ins Heim, sondern werden in Pflegestellen untergebracht.

Gemeinsam mit Interessierten bastelten Mitglieder des Vereins Katzenleben Osnabrück Spielzeug für Katzen. Foto: Robert Schäfer

Dort brauchen die Katzen aber immer auch Spielzeug. Am Freiwilligentag hatten sich Vereinsmitglieder mit Interessierten zur gemeinsamen Handarbeit getroffen. Kleine Stoffmäuse, Katzenkissen oder auch Überzüge für die Transportkisten wurden gehäkelt und genäht. Gerade die Überzüge brauche der Verein dringend, sagte Rose. „Katzen mögen es dunkel und geschützt. Mit den Überzügen werden Transporte und Fahrten zum Tierarzt für die Tiere deutlich stressfreier.“ Zudem habe der Verein gern die Aufmerksamkeit genutzt, die ihnen der Freiwilligentag bietet.

Die kleinen Katzen freuen sich über das Spielzeug. Foto: Robert Schäfer

Schon „alte Hasen“ beim Freiwilligentag waren die Gemeindemitglieder der Christus-König-Gemeinde in Haste. Sie bauten vor ihrer Kirche an der Bramstraße 17 Fahrradbügel auf. „Das haben wir schon vor zwei Jahren erfolgreich an der Heilig-Geist-Kirche gemacht“, berichtet Peter Klösener. „Wir sind eine sogenannte ‚faire Gemeinde‘ und wollen damit unsere Mitglieder einladen, mit dem Fahrrad zur Kirche und zum Gemeindehaus zu kommen.“ Die bisherige Lösung habe viele Probleme mit sich gebracht. „Die Fahrräder stehen meist einfach als Pulk vor der Kirche“, meinte Klösener. Da seien teilweise sogar die Autos zugeparkt worden. Ab sofort gebe es hier eine bessere Lösung. „Vielleicht bauen wir als nächstes eine Überdachung“, lachte Klösener. Auch eine E-Bike-Ladestation sei denkbar.

Zusammen Anpacken ist eine der Ideen des "Osnabrücker Freiwilligentags". Foto: Robert Schäfer

Für die Baustelle am Freiwilligentag musste sogar der traditionelle Flohmarkt des Kindergartens Platz machen. Gleichzeitig konnten die Ehrenamtlichen den Ansturm auf dem Kirchvorplatz nutzen. „Da kommen viele kurz rüber, fragen was wir machen oder helfen ein wenig mit“, freuten sich die Freiwilligen.

Gefeiert wurde dann am Abend im Haus der Jugend. Dort fand die legendäre Dankeschön- Party für die hart arbeitenden Freiwilligen statt. Neben Verpflegung bot die Feier auch wieder die Möglichkeit, sich über den Ausgang der anderen Projekte zu informieren und sich mit anderen „Kurz- und Langzeitfreiwilligen“ auszutauschen.


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