Sprinten am beliebtesten 6b ist die sportlichste 6. Klasse des EMA in Osnabrück

Meine Nachrichten

Um das Thema Osnabrück Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Auch Hindernislauf stand auf dem Programm des EMA-Sportfestes. Foto: Stefan Gelhot

Huerdenlauf beim kleinen Sportfest an der EMA Schule.Auch Hindernislauf stand auf dem Programm des EMA-Sportfestes. Foto: Stefan Gelhot Huerdenlauf beim kleinen Sportfest an der EMA Schule.

Osnabrück. Welche der drei sechsten Klassen des Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasiums ist die sportlichste? Um das zu klären, konnten sich am Freitag knapp 90 Schüler im Weitsprung, Sprinten oder Seilspringen messen.

„Nur noch vier Minuten“, schallte die Stimme von Marc Missbrenner über den Sportplatz, während seine Schützlinge aus der 6b beim Dauerlauf möglichst viele Runden im Kreis liefen. Der Elftklässler betreute eine der sechs Gruppen von Schülern, die am Wettkampf teilnahmen. 

Am EMA-Gymnasium gibt es aktuell drei sechste Klassen, für den Wettkampf wurde jede Klasse in Mädchen und Jungen unterteilt. Rege Beteiligung und Begeisterung gab es von allen Klassen, insbesondere die Energie der Jungs aus der Klasse 6b war auf dem Sportplatz unüberhörbar. Der passend zu ihrer Kleidung ausgewählte Name „Red Tomatoes“ tönte als Schlachtruf über den Platz.  „Die kamen schon motiviert an“, sagte Marc Missbrenner anerkennend. Was ihr Ziel betrifft, waren sich die Jungs in den roten T-Shirts einig: „Wir gewinnen“ kündigten sie an – und sollen damit Recht behalten.

Am Ende machte die 6b tatsächlich den ersten Platz, gefolgt von der Klasse 6a und der Klasse 6c. Manchen der jungen Sportler war die Platzierung recht unwichtig, es gehe vor allem um den Spaß, und den hatten fast alle Schüler. Lediglich „ein bisschen will man schon gewinnen“, erklärte eine Schülerin der 6c. 

Das Sportfest war eine Idee von Schulleiterin Uta Wielage, der Fachoberfrau für Sport Andrea Harig und dem Sportstudenten Fabian Dammermann. Dammermann absolvierte während der vergangenen fünf Wochen ein Praktikum am EMA, außerdem betreute er die Leichtathletik-AG. Er ist selbst aktiver Sprinter, im August 2018 nahm er an der Europameisterschaft in Berlin teil. Harig: „Wenn wir schon mal einen Sport-Promi an der Schule haben, wollten wir die Gelegenheit nutzen“. Höhepunkt der Veranstaltung sollte eigentlich ein 400-Meter-Lauf werden. Eine Staffel aus den schnellsten Sechstklässlern sollte gegen Dammermann antreten. Aufgrund einer Verletzung konnte dieser allerdings nur als Zuschauer dabei sein. Der Mittelstreckenläufer Linus Vennemann vertrat ihn.

Neben den klassischen Disziplinen der Leichtathletik wie Weitwurf, Weitsprung und Sprinten, durften die Kinder außerdem Medizinbälle werfen, Seilspringen, über Hindernisse aus Bananenkartons rennen und sich während eines zehnminütigen Dauerlaufs „auspowern“. Während das Auspowern eher unbeliebt war, fanden viele der jungen Sportler, dass die Disziplin des Sport-Profis Dammermann – das Sprinten – am meisten Spaß mache.

Die Ergebnisse aus Werfen, Weitsprung und Sprint werden für die Bundesjugendspiele und das deutsche Sportabzeichen genutzt, erklärte Harig. „Das ist allerdings nur ein Nebenprodukt.“ Beim Sportfest gehe es vor allem um den Wettbewerb unter den Klassen – und natürlich um den Spaß am Sport.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN