Schub für den Stadtteil Geld und Ideen für Osnabrück-Schinkel

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Neues Baugebiet in Schinkel-Ost: Ländereien zwischen dem Friedensweg, der Belmer Straße, dem Weitkampweg und der A 33 gehören jetzt der Stadt. Aber was wird aus der Hofstelle? Anwohner wünschen sich einen besonderen öffentlichen Ort nach Vorbildern in Haste und Mettingen.Foto: André HavergoNeues Baugebiet in Schinkel-Ost: Ländereien zwischen dem Friedensweg, der Belmer Straße, dem Weitkampweg und der A 33 gehören jetzt der Stadt. Aber was wird aus der Hofstelle? Anwohner wünschen sich einen besonderen öffentlichen Ort nach Vorbildern in Haste und Mettingen.Foto: André Havergo

Osnabrück Geld und Ideen für Schinkel, Pöbeleien an der Buerschen Straße und frisches Bauland: Darüber diskutierte das Bürgerforum für die Stadtteile Gartlage, Schinkel, Schinkel-Ost und Widukindland.

Mehr Lebensqualität für den Stadtteil Schinkel: Seit dem vergangenen Jahr bereitet sich die Verwaltung zusammen mit Akteuren vor Ort auf ein „integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept“ vor.

Stadt sucht Räume für ein Stadtteilbüro

Inzwischen hat die Stadt den Zuschlag für das Bundes- und Landesprogramm „Soziale Stadt“ erhalten. Carsten Friderici, Vorsitzender des Bürgervereins Schinkel, wollte wissen, wie es nun weitergeht. Franz Schürings vom Fachbereich Städtebau berichtete, dass für die nächsten vier Jahre eine Million Euro zur Verfügung stehen: 660000 Euro zahlen das Land und der Bund, die Stadt gibt 340000 Euro. Anschließend fließe noch mehr Geld in den Stadtteil: Innerhalb von zehn Jahren sollen 15 Millionen Euro auf eine 94 Hektar große Fläche zwischen Hasepark und der Tannenburgstraße, zwischen der Bahnunterführung auf der Buerschen Straße bis zur Schinkelkurve und beiderseits der Schützenstraße investiert werden – mit ständiger Bürgerbeteiligung. Dafür soll auch ein Stadtteilbüro eingerichtet werden, wie Schürings berichtete: „Wir sind auf der Suche nach einer geeigneten Lokalität – möglichst mitten im Quartier.“ Eines der bisher konkreten Ziele seien die Erweiterung des Heinz-Fitschen-Hauses und die Einrichtung eines Quartiersspielplatzes. CDU-Politiker Fritz Brickwedde, der das Bürgerforum leitete, sprach von einem „Meilenstein für Schinkel“. Er schlug vor, das Thema „Soziale Stadt“ regelmäßig auch im Bürgerforum zu begleiten.

Energiekonzept für Schinkel

Anlässlich des Projekts beschäftigt sich die Organisation „Innovation City Management“ aus dem Ruhrgebiet mit einem „integrierten Energiekonzept“ für den Stadtteil Schinkel. Kamil Folta berichtete, die Organisation werde mit den Stadtwerken und der Verbraucherzentrale zusammenarbeiten. Eigentümer und Mieter sollen einbezogen werden. Auch um E-Mobilität und Fotovoltaik-Anlagen werde es gehen.

Mehr Einwohner, weniger Grünflächen?

Der Anwohner Christian Schweer meinte, die Stadt solle sich auch um Leerstände kümmern statt „so viele Grünflächen in Schinkel“ zuzubauen. Als Brickwedde nachhakte und in die Runde fragte, wie die Anwohner das sehen, entspann sich eine Diskussion über das richtige Maß. Brickwedde positionierte sich so: „Wir haben nicht vor, das Grün in der Stadt zu beseitigen.“ Gleichwohl sei angesichts der wachsenden Einwohnerzahl mehr Wohnraum erforderlich. Er brachte die 16 Hektar umfassenden Ländereien eines Bauern zwischen dem Friedensweg, der Belmer Straße, dem Weitkampweg und der A 33 ins Spiel: Sie gehören seit einigen Monaten der Stadt. Die Frage, wie viel davon zu Bauland wird, scheint noch nicht geklärt zu sein. Aber was ist mit der Hofstelle? Zwei Anwohnerinnen wünschen sich dort Einrichtungen wie die Nackte Mühle in Haste oder den Schultenhof in Mettingen.

Pöbeleien an der Buerschen Straße

Zu einem „Angstraum“ oder einer „No-Go-Area“ scheinen sich Grünflächen entlang der Buerschen Straße in der Nähe der Venloer Straße und der Schinkelstraße zu entwickeln, wie Carsten Friderici es formulierte. Er sprach von „jungen, alleinstehenden Männern“ aus Südosteuropa, die dort pöbelten und mit „körperlicher Gewalt“ drohten. Die Verwaltung berichtete, dass sie die Polizei darüber informiert habe. Brickwedde stellte klar: „Es darf hier keine No-Go-Areas geben.“

Der VfL und die Einwegbehälter

Gefahr auf der Mindener Straße: Vor allem der Abschnitt zwischen ab dem Heiligenweg stadtauswärts werde gefährlich schnell gefahren. Friderici beschrieb es so: „Das hat Autobahn-Charakter.“ Auch dass der VfL Osnabrück von Pfandbechern auf Einwegbecher umgestiegen ist, empört den Bürgervereinsvorsitzenden. Die Getränkebehälter landeten in der Umgebung des ‚Stadions: „Das ist doch traurig!“


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