Osnabrücker Zoo-Auktion Kuriositäten unter dem Hammer: Mc-Donalds-M und Fiberglas-Dromedar

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Das hat nicht jeder: Auch ein original McDonald‘s-Zeichen kam unter den Hammer – fand allerdings keinen Bieter. Foto: Jörn MartensDas hat nicht jeder: Auch ein original McDonald‘s-Zeichen kam unter den Hammer – fand allerdings keinen Bieter. Foto: Jörn Martens

Osnabrück. Um Geld für eine Erweiterung der Löwenanlage zu sammeln, hat der Zoo Osnabrück zum zweiten Mal eine Auktion veranstaltet. Mehr als zwei Stunden boten die Besucher um die Wette – und dabei kamen auch einige Kuriositäten unter den Hammer.

70 Euro für eine Löwentatze in Gips – da kann man schon mal Ärger befürchten. „Meine Freundin bringt mich um!“, rief der junge Mann, der soeben das Exponat für diesen durchaus stolzen Preis ersteigert hatte. Zum Vergleich: Ein einstündiger Rundflug kam für 50 Euro unter den Hammer.

Zum zweiten Mal nach 2017 veranstaltete der Zoo eine Auktion mit dem Ziel, möglichst viel Geld für den Verein „Löwen für Löwen“ und damit für den Umbau der Löwenanlage zu sammeln. Genau wie bei der Versteigerung im Vorjahr kamen auch dieses Mal knapp 3000 Euro zusammen.

750 Euro für Fiberglas-Dromedar

Das teuerste und gleichzeitig auffälligste Exponat war ein lebensgroßes Fiberglas-Dromedar, das neben der Bühne in einem Pferdeanhänger stand. Nach einem harten Bieter-Wettstreit kam die Nachbildung des einhöckrigen Kamels für 750 Euro unter den Hammer. Glücklicher Besitzer des aus dem Dekorationsfundus von L&T stammenden Exponates ist jetzt der Wallenhorster Hans-Jürgen Klumpe.

Der war als für die Auktion zuständiger Veranstaltungstechniker eigentlich beruflich vor Ort, was ihn aber nicht davon abhielt, neben dem Dromedar auch noch einige weitere Exponate zu ersteigern – unter anderem ein Stoff-Zebra für 120 Euro.

Mittelalter mindestens 400 Jahre nach hinten verlegt

Die gefragtesten Auktionsgegenstände waren derweil immaterieller Natur. Als Auktionator Gerhard Lambertus ankündigte, dass nun ein Tag als Tierpfleger versteigert werde, gingen sofort zahlreiche Arme in die Höhe. Das Startgebot von 30 Euro war innerhalb von Sekunden Geschichte, am Ende fiel der Hammer bei 120 Euro. Noch begehrter war der Gutschein für eine Seehundfütterung. Eine junge Frau bekam am Ende für 200 Euro den Zuschlag.

Wie auf jeder Auktion gab es natürlich auch einige Ladenhüter, die gar nicht oder für ein sehr geringes Gebot unter den Hammer kamen. Ein Gutschein für eine „Führung durch das mittelalterliche Mettingen“ blieb unversteigert, auch nachdem Auktionator Gerhard Lambertus die Veranstaltung mit den Worten „Da ist dann alles wie um 1900 herum gestaltet“ angepriesen und damit das Mittelalter mal eben um mindestens 400 Jahre nach hinten verlegt hatte.

Eisstockschießen mit Tommy Reichenberger

Auktionator Gerhard Lambertus preist eine Elefanten-Skulptur an. Foto: Jörn Martens

Bedauerlich wenig Interesse bestand auch an einem Gutschein für ein gemeinsames Eisstockschießen mit dem VfL-Osnabrück-Helden Tommy Reichenberger. Das Startgebot lag bei 100 Euro, da sich niemand meldete, ging Gerhard Lambertus aber immer weiter herunter – bis Carmen Niemann aus Lengerich bei 35 Euro zuschlug. Ihr Kommentar gegenüber unserer Redaktion: „Ich weiß gar nicht, wer dieser Tommy Reichenberger ist. Aber wir haben bestimmt einen netten Abend mit der Clique.“


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