Humor ernst nehmen Hazel Brugger am 11. Oktober in der Osnabrück-Halle

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Ihr Programm „Hazel Brugger passiert“ zeigt die Schweizer Kabarettistin am Donnerstag in Osnabrück. Foto: Ornalle CacaceIhr Programm „Hazel Brugger passiert“ zeigt die Schweizer Kabarettistin am Donnerstag in Osnabrück. Foto: Ornalle Cacace

Osnabrück. Die Schweizerin Hazel Brugger ist eine der witzigsten Frauen des deutschsprachigen Raums. Am Donnerstag, 11. Oktober, ist sie in der Osnabrück-Halle.

Hazel Brugger hat den Deutschen Kleinkunstpreis und den Salzburger Stier 2017 gewonnen. Sie ist mittlerweile fester Bestandteil verschiedener Satire-Sendungen wie der „heute-show“ im ZDF, wo sie als Außenreporterin mitwirkt, „Die Anstalt“ im gleichen Sender oder „Nuhr im Ersten“. Mit ihrem Soloprogramm „Hazel Brugger passiert“ tourt sie aktuell durch die Schweiz, Deutschland und Österreich. Etliche Shows sind bereits ausverkauft.

Ihre Karriere hat die am 9. Dezember 1993 in San Diego geborene Hazel Brugger als Poetry-Slammerin angefangen. Auch da gewann sie einige Titel. 2013 errang sie die Schweizer Meisterschaft im Poetry Slam. Zwei Jahre später feierte sie mit ihrem ersten abendfüllenden Kabarett-Programm Premiere. Damit ist sie immer noch unterwegs. Allerdings wird es stetig aktualisiert. Für das kommende Jahr hat sie ein neues Programm angekündigt.

Frech aus der Hüfte

Bis dahin wird sich das Publikum damit begnügen müssen, dass Hazel Brugger "passiert". Aber was heißt schon begnügen – vergnügen ist der bessere Ausdruck. Die Presse-Kritiken vergangener Auftritte berichten durchweg von einem Publikum, das sich köstlich vergnügt. So wie zum Beispiel im Mai in Hannover. Die Rezensentin der Neuen Presse berichtete, dass Bruggers Humor „frech aus der Hüfte geschossen“ kam. Im gleichen Bericht steht aber auch, dass die Schweizerin meinte, sie bräuchte gar kein Publikum. „Ich würde auch auftreten, wenn niemand käme, aber dann wäre es offiziell eine psychische Störung.“

Hazel Bruggers Humor ist schwarz und macht offensichtlich auch vor ihrer eigenen Person nicht halt. In einem Gastbeitrag für das Magazin „Die Zeit“ schrieb sie über ihre Art des Humors: „Humor zu haben bedeutet, klarzukommen, Humor ist immer das Ende einer Flucht. Ich finde, man darf, soll und muss über alles Witze machen, solange es entweder niemandem wichtig oder einem selber sehr wichtig ist.“ Gute Witze würden entstehen, wenn das Thema gaga oder todernst sei, schrieb sie weiter. Was ihr mittlerweile übel aufstoße, sei die Ironie, die mittlerweile überall anzutreffen sei und oftmals den Humor verflache. Pointen treffen also dann am besten, wenn ihr Kern die Menschen trifft. Das Thema eines Witzes müsse „also entweder so egal, absurd und unkonkret sein, dass es gar keine Geschmacklosigkeit geben kann, oder es muss einem so sehr am Herzen liegen, dass klar ist, dass der Humor nur der Gipfel eines Berges aus Horror ist.“

Humor ist schwarz

Dementsprechend erzählt sie in ihrem Programm „Hazel Brugger passiert“, wie man sich am Suizid anderer aufheitern kann, ohne deshalb ein schlechter Mensch zu sein, was es wirklich mit Romantik auf sich hat und wie man sein Leben so planen kann, dass der Tod gar nicht mehr so wichtig wirkt.

Hazel Brugger, Osnabrück-Halle, Osnabrück, Do., 11. 10., 20 Uhr, Eintritt: 21,60 Euro. Karten erhältlich unter www.deinticket.de oder den Nummern 0541/349024 oder 7607780.


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