Mit Lawrow und Maas Hohe Ehre: Außenminister zeichnen Osnabrück und Twer aus

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Auszeichnung für Twer und Osnabrück: (von links) Russlands Außenminister Sergej Lawrow, Liubov Ogienko, Stellvertreterin des Leiters der Stadtverwaltung Twer, Jens Koopmann, Leiter des Städtepartnerschaftsbüros Osnabrücks, und  der deutsche Außenminister Heiko Maas. Foto: Sascha RadkeAuszeichnung für Twer und Osnabrück: (von links) Russlands Außenminister Sergej Lawrow, Liubov Ogienko, Stellvertreterin des Leiters der Stadtverwaltung Twer, Jens Koopmann, Leiter des Städtepartnerschaftsbüros Osnabrücks, und der deutsche Außenminister Heiko Maas. Foto: Sascha Radke

Osnabrück.. Lob von höchster Stelle: Der russische Außenminister Sergej Lawrow und sein deutscher Amtskollege Heiko Maas haben Osnabrück und Twer für den Austausch von Städtebotschaftern mit einem Preis ausgezeichnet.

Seit 1991 tauschen Osnabrück und Twer Städtebotschafter aus – nun wurde dieses deutschlandweit einmalige Projekt im Auswärtigen Amt mit einem Preis gewürdigt. Zum Abschluss des "Deutsch-Russischen Jahres der kommunalen und regionalen Partnerschaften" hatten das Auswärtige Amt und das Deutsch-Russische Forum Städte und Initiativen aufgefordert, herausragende Projekte der Partnerschaftsarbeit vorzustellen. 260 Bewerbungen gingen ein, wie die Stadt Osnabrück mitteilt. Der Städtebotschafter-Austausch zwischen Osnabrück und Twer war eine von 30 Projekten, die jetzt in Berlin ausgezeichnet wurden. 

Jens Koopmann, Leiter des Städtepartnerschaftsbüros Osnabrück, und Liubov Ogienko, Stellvertreterin des Leiters der Stadtverwaltung Twer, nahmen die Auszeichnungen aus den Händen der beiden Außenminister entgegen. Heiko Maas und Sergej Lawrow lobten die guten Beziehungen auf der kommunalen und regionalen Ebene und sprachen sich für deren Erweiterung aus. Osnabrücks Oberbürgermeister Wolfgang Griesert wird mit den Worten zitiert: „Wir freuen uns sehr über die Auszeichnung, die ein Alleinstellungsmerkmal der Friedensstadt Osnabrück würdigt.

Stelle in Twer aktuell nicht besetzt

Osnabrück pflegt elf Städtepartnerschaften und -freundschaften. Mit fünf Partnerstädten tauscht Osnabrück Botschafter aus. Junge Menschen im Alter zwischen 18 und 30 Jahren leben und arbeiten zum Beispiel für ein Jahr in Osnabrück und umgekehrt in Twer. „Gerade junge Menschen, die als Städtebotschafter eine offizielle Funktion wahrnehmen, können durch ihre Ideen und ihre Kreativität wichtige Impulse für die Partnerschaft geben“, sagt Jens Koopmann. „Durch ihre Arbeit tragen sie dazu bei, den direkten Austausch zwischen den Menschen aus Russland und Deutschland zu verstärken.“ 

Zurzeit ist die Stelle des Städtebotschafters in Twer vakant. Die russischen Behörden verlangen, dass ein Gesandter aus Osnabrück einen russischen Pass besitzt, zumindest aber eine doppelte Staatsbürgerschaft hat. Die Stadtverwaltung von Twer darf nach dem Gesetz nur russische Staatsangehörige einstellen. In der Vergangenheit war das kein Hindernis, weil es in Osnabrück genug Bewerber mit russischen Wurzeln gab.

Koopmann und seine Ansprechpartner in Twer arbeiten an einer Lösung des Problems. Es werde versucht, Ausnahmeregelungen für Städtebotschafter zu erwirken. Koopmann äußerte die Hoffnung, dass die Auszeichnung durch Außenminister Lawrow neue Türen öffnet. 

Deutsch-Russisches Themenjahr 2017/18 

Die  „Deutsch-Russischen Themenjahre“ sind von den Außenministerien angestoßen worden. Sie widmeten sich bisher den Schwerpunktthemen Sprache, Literatur und jetzt dem Jugendaustausch.Ziel ist es, auch in Zeiten politischer Differenzen die partnerschaftliches Beziehungen zu pflegen. Zurzeit bestehen 104 Städtepartnerschaften, 24 Regionalpartnerschaften und 24 nicht vertragsgebundene Beziehungen. 


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