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Rennen durch die Stadt Fahrrad hängt Porsche ab: AOK-Vertriebsleiter gewinnt gegen Osnabrücker Zoo-Geschäftsführer

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Porsche gegen Rad – (v. l.) Zoo-Geschäftsführer Andreas Busemann und AOK-Vertriebsleiter Christian Böwer. Foto: Elvira PartonPorsche gegen Rad – (v. l.) Zoo-Geschäftsführer Andreas Busemann und AOK-Vertriebsleiter Christian Böwer. Foto: Elvira Parton

Osnabrück. Was nützen 204 PS, wenn vor einem eine Polo-Fahrerin Stehversuche macht? Trotz durchdrehender Reifen am Start hat Zoo-Geschäftsführer Andreas Busemann mit seinem Porsche ein Rennen gegen AOK-Vertriebsleiter Christian Böwer verloren. Der kam auf seinem Tourenrad mit über drei Minuten Vorsprung ins Ziel.

Ein Hinweis vorweg: Obwohl Zoo-Geschäftsführer Andreas Busemann ankündigte, das Rennen sei keine Spaßveranstaltung, sind einige seiner nachfolgenden Aussagen nicht ganz ernst gemeint. Zweites Beispiel (nach der Aussage, das Rennen sei keine Spaßveranstaltung): „Was der Böwer wohl denkt, wenn er über die Nägel fährt, die ich gestern Abend auf seiner Strecke verteilt habe?“

Am Dienstagmorgen um 7.30 Uhr trafen sich die beiden Kontrahenten auf dem Parkplatz der Firma Ahlstrom an der Römereschstraße zum Duell Mann gegen Maschine. Auslöser für das ungleiche Duell: Busemann hatte behauptet, er sei mit seinem Porsche Boxster unter der Schranke des AOK-Parkplatzes an der Niedersachsenstraße hindurchgefahren. „Das wollten wir sehen. Und dann sind wir auf die Idee gekommen, es mit einem Rennen zu verbinden“, sagte Peter Guzek von der AOK. Zum Zieleinlauf mit eingezogenem Kopf kam es allerdings nicht. „Wir haben seit einiger Zeit eine neue Schranke“, sagte Guzek. „In der alten war noch so ein Knick, da konnte ich wirklich darunter durchfahren“, meinte Andreas Busemann.

Busemanns Gegner auf der vier Kilometer langen Strecke war AOK-Vertriebsleiter Christian Böwer, bekannt als Mitglied der „Schlagerpolizei“. Böwer fährt jeden Tag aus Hollage mit dem Rad zur Arbeit und benutzt dabei den Haseuferweg. „Eine tolle Strecke, leider schlecht ausgeschildert.“ Doch wenn man wie Böwer den Weg auswendig kennt, hat man einen großen Vorteil: „Mit dem Fahrrad bin ich in der Stadt schneller als mit dem Auto.“

Aber nicht auf den ersten Metern. Beim Start um 7.45 Uhr ließ Andreas Busemann ordentlich die Reifen durchdrehen und hängte seinen Gegner ab. Doch schon an der Kreuzung Pagenstecherstraße verflüchtigte sich sein Vorsprung: Busemann musste an der ersten von 14 Ampeln auf seiner Strecke halten. Als Begleiter von Busemann erlebten wir eine Spazierfahrt durch den Berufsverkehr. „Damit das klar ist: Ich bremse nicht für Tiere“, hatte der Zoo-Geschäftsführer noch angekündigt. In der Stüvestraße allerdings musste er sich dann hinter einer Polo-Fahrerin einordnen, die Schrittgeschwindigkeit fuhr. „Alles AOK-Mitglieder!“ Auf der weiteren Strecke über den Wall hielt er sich dann strikt ans Tempolimit. Nur einmal erklang ein Gong. „Den habe ich so eingestellt, dass er sich bei 60 km/h meldet. Kriege ich aber normalerweise gar nicht mit, ich höre immer so laut Status Quo.“

Nach 11.35 Minuten erreichte Busemann den AOK-Parkplatz an der Niedersachsenstraße und wurde von den Mitarbeitern der Gesundheitskasse gefeiert. Allerdings nicht für den Sieg – den hatte Christian Böwer locker eingefahren. Er hatte für seine Strecke gerade mal 8.16 Minuten gebraucht. „Meine persönliche Bestzeit!“

Der Gewinner bekam schließlich von Zoo-Direktor Reinhard Coppenrath einen Siegerpokal aus Marzipan. „Ich hätte ihn natürlich lieber dir überreicht“, sagte Coppenrath zu seinem Geschäftsführer Andreas Busemann.

Der lud den Gewinner sofort zu einer Revanche ein: „Ihr werbt ja dafür, dass man mit dem Rad von Zuhause zur Arbeit fahren soll. Deshalb würde ich vorschlagen: Das nächste Mal starten wir das Rennen bei meinem Haus an der Nordsee!“


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