Am Heger-Tor-Wall Der kürzeste Superradweg Osnabrücks ist fertig

Frisch lackiert und freigegeben: der geschützte Radweg am Heger-Tor Wall. An den Einfahrten enthält der Belag Glasteilchen, die im Dunkeln das Licht reflektieren. Foto: Swaantje HehmannFrisch lackiert und freigegeben: der geschützte Radweg am Heger-Tor Wall. An den Einfahrten enthält der Belag Glasteilchen, die im Dunkeln das Licht reflektieren. Foto: Swaantje Hehmann

Osnabrück. Jetzt ist er knallrot: Der 170 Meter lange Superradweg am Heger-Tor-Wall in Osnabrück ist fertig und offiziell freigegeben. Er soll zum Muster für ein optimales Radwegenetz in Osnabrück werden.

Der geschützte Radweg ("Protected Bike Lane") entlang des Walls zwischen Dielinger Straße und Katharinenstraße ist schon seit Ende der Sommerferien befahrbar, doch konnte die rote Signalfarbe erst in diesen Tagen aufgebracht werden. Und auch diese Farbe ist eine Besonderheit: „Kleine Glaspartikel in der Farbe sorgen dafür, dass der Radweg in der Dunkelheit gut sichtbar ist, wenn er angestrahlt wird“, erklärte Stadtbaurat Frank Otte bei der offiziellen Freigabe. Kosten des Radweges: 275.000 Euro. 


Weil der Heger-Tor-Wall ohnehin saniert werden sollte, entschied der Rat, auf diesen 170 Metern entlang des Heger-Tor-Walls einen Radweg der Zukunft nach Kopenhagener Modell zu bauen. Er ist mit 3,25 Meter extrabreit, die Einfahrten und Einmündungen sind ohne Absenkungen gebaut, so dass die Radler auf einer  ebenen Fläche fahren können. (Weiterlesen: Osnabrück investiert deutlich mehr Geld in den Radverkehr)

Die rote Farbe dient auch dazu, dass Autofahrer den Radweg nicht mit Parklätzen verwechseln. Sollten trotzdem Autofahrer den Radweg als Stellfläche missbrauchen, werden 20 Zentimeter hohe Elemente, sogenannte Frankfurter Hüte, als Trenner eingebaut, kündigte Otte an. „Wir werden das genau beobachten und bei Bedarf zügig handeln.“Auch der Gehweg wurde auf 2,50 Meter erweitert und mit einem kleinen Absatz vom Radweg abgetrennt. 

Radwege dieser Sicherheits- und Komfortstufe gab es zuerst in der Fahrradstadt Kopenhagen. Der 170 Meter lange Abschnitt am Wallring sei "ein Anfang", so Otte. Weitere Straßenabschnitte für den Bau solcher Radwege würden geprüft. (Weiterlesen: Abbiegeassistenten für Lkw und Busse der Stadt Osnabrück?)



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