Diakonie-Projekt "edelMut" Karitativer Second-Hand-Shop in Osnabrück sucht Helfer für Eröffnung

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Stellen das Projekt edelMut vor (von links): Rita Steinbreder, Susanne Niemann, Klaus Havliza und Friedemann Pannen.  Foto: Jörn MartensStellen das Projekt edelMut vor (von links): Rita Steinbreder, Susanne Niemann, Klaus Havliza und Friedemann Pannen. Foto: Jörn Martens

Osnabrück. Die Diakonie Osnabrück, das Frauenwerk im Sprengel und der evangelisch-lutherische Kirchenkreis Osnabrück eröffnen im November in der Hasestraße 39 den "edelMut"-Laden für hochwertige Gebrauchtwaren, dessen Erlös der diakonischen Arbeit zugute kommt. Da das Projekt auf ehrenamtlicher Arbeit basiert, suchen die Initiatoren nun nach zahlreichen Helfern.

Das Second-Hand-Geschäft, so der Osnabrücker Diakonie-Geschäftsführer Friedemann Pannen, soll sich in der Innenstadt mit handelsüblichen Öffnungszeiten behaupten. Dass der Betrieb in Anbetracht dessen fast vollständig auf ehrenamtlichem Engagement basieren soll, "ist natürlich eine Herausforderung", gab Pannen bei der Präsentation des Projekts unumwunden zu.

Zeitgemäßes Ehrenamt mit Gestaltungsmöglichkeiten

Deswegen sucht die Diakonie derzeit nach zahlreichen Helfern, die mindestens drei Stunden wöchentlich im Laden aushelfen. In Zusammenarbeit mit einem kleinen Kern von fest angestellten Koordinatoren sollen sie den Laden aufbauen und der Marke "edelMut" in Osnabrück ihren eigenen Stempel aufdrücken.

"Wir bieten Ehrenamtlichen ein hohes Maß an Gestaltungsmöglichkeiten und Eigenverantwortung", sagte Pannen. Das bestätigte Diakonie-Mitarbeiterin Susanne Niemann, die das "edelMut"-Projekt leitet. "Wir suchen nach Menschen, die Verantwortung übernehmen möchten und die für die Sache brennen." Rita Steinbreder vom Frauenwerk im Sprengel betrachtet "edelMut" als eine zeitgemäße Form von ehrenamtlichem Engagement. Sie ergänzte: "Wir führen den Wunsch, karitativ zu helfen, mit dem Ehrenamt zusammen." 

Die Tätigkeit im "edelMut", so Susanne Niemann, beschränke sich nicht auf den öffentlichen Verkauf im Laden. Auch im Hintergrund können Freiwillige bei anfallenden Arbeiten tätig werden, zum Beispiel in der Organisation und Koordination. Insgesamt werde man rund 70 ehrenamtliche Helfer benötigen, um den Betrieb kontinuierlich zu führen.

"edelMut" kein Kaufhaus für Bedürftige

Der erste "edelMut"-Laden eröffnete 2016 in Hannover, darauf folgte ein Geschäft in Burgwedel. Osnabrück erhält damit den dritten Ableger des karitativen Second-Hand-Labels. "edelMut", so Pannen, setze vor allem auf hochwertige Spenden, welche zu 20 bis 30 Prozent des Originalwerts verkauft würden. "Bei den Spenden handelt es sich zum Großteil um Oberbekleidung, aber auch um Schmuck oder Accessoires."

Pannen erklärte, dass die Zielgruppe vor allem aus Verbrauchern bestehe, die auf einen nachhaltigen und gesundheitsorientierten Konsum achten und dafür auch mehr zu zahlen bereit sind. Er stellte klar: "edelMut ist kein soziales Kaufhaus für Bedürftige." Dafür gebe es andere Stellen in Osnabrück. "Wir müssen Geld einnehmen, um unsere diakonischen Einrichtungen unterstützen zu können." Um das Geschäft zu erhalten, sei konkret ein Umsatz von etwa 170.000 Euro notwendig.


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