Shuttlebus vom Heger Tor Ateliers in Osnabrück öffnen ihre Pforten

Von Tom Bullmann

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An der Bushaltestelle Heger Tor, Lagerhalle, startet das Busshuttle zu den Ateliers.  Foto: Jörn MartensAn der Bushaltestelle Heger Tor, Lagerhalle, startet das Busshuttle zu den Ateliers. Foto: Jörn Martens

Osnabrück . Eine ganze Nacht lang umsonst Kunst tanken, direkt am Arbeitsplatz der Künstler – das verspricht die „Lange Nacht der Ateliers“ am kommenden Samstag.

Skulpturen, deren organische Formen sich mit der Weiblichkeit auseinandersetzen, wird man am kommenden Samstag in Eversburg betrachten können. Von 18 Uhr bis Mitternacht öffnet die Osnabrücker Künstlerin Karin Mackay die Pforten ihres Ateliers und erlaubt dem Publikum einen Blick in die Räume, in denen ihre Kunst entsteht. Während sie ihre Skulpturen im Garten aufgestellt hat, befinden sich Acrylbilder, Mixed-Media-Arbeiten und Drucke in ihrem Haus. Nur der Keller, den sie sonst auch nutzt, wird nicht als „Showroom“ zur Verfügung stehen. „Da habe ich all die Sachen und Möbel untergebracht, die ich aus meinen anderen Arbeitsräumen entfernen musste, damit das Publikum Platz hat“, sagt die Künstlerin, die sogar mit Live-Musik, Getränken und Häppchen aufwartet, um ihre Besucher willkommen zu heißen.

Machay ist eine von 45 Künstlern, die sich an diesem Wochenende über die Schulter schauen lassen, denn zum zweiten Mal findet in Osnabrück die „Lange Nacht der Ateliers“ statt. An 21 Stationen kann der Kunstinteressierte halt machen, um sich ein umfassendes Bild von der Kunstszene in Osnabrück zu machen. „Wir haben vor zwei Jahren, als wir die Nacht zum ersten Mal angeboten haben, sowohl von den Gästen als auch von den teilnehmenden Künstlern nur gute Rückmeldungen bekommen“, erklärt Patricia Mersinger, Leiterin des städtischen Fachbereichs Kultur. Das positive Echo, das durch eine Umfrage bestätigt wurde, ließ den Entschluss reifen, die Nacht künftig biennal stattfinden zu lassen. „Zwar hatten wir gerade noch die Kulturnacht mit ihren vielfältigen Angeboten, aber bei der „Nacht der Atelier“ geht es ausschließlich um Kunst, außerdem machen jetzt ganz viele Künstler mit, die bei der Kulturnacht nicht dabei waren“, betont Anke Bramlage, die mit ihrem Team die Organisation des Events übernommen hat.

Weil die teilnehmenden Ateliers nicht nur auf den Innenstadtbereich verteilt sind, sondern zum Teil in Schinkel, am Schölerberg, am Westerberg, in Büren oder eben in Eversburg verortet sind, hat sie wieder einen Shuttleservice eingerichtet. Ein Bus der Stadtwerke fährt ab 18 Uhr von der Haltestelle am Heger Tor vor der Lagerhalle im 30-Minuten-Takt (einzige Pause um 22 Uhr) die einzelnen Ateliers ab, zwei kleinere Busse bringen Interessenten zu den weiter entfernten Zielen.

Ob das Atelier von Hinrich van Hülsen über der Galerie Letsah in der Süntelstraße, ob der Werkraum+ von Nele Jamin in der Meller Straße, ob Martinihöfe oder das Atelierhaus an der Lotter Straße, kaum ein Künstler lässt es sich nehmen, an der Ateliernacht teilzunehmen. Viele verbinden das Datum mit einer Vernissage, bieten spezielle Performances oder verbinden die offenen Pforten mit Literaturlesungen oder Live-Musik. Viele Künstler haben ihre Arbeiten unter das Motto des „Kulturextras“ gestellt, das in diesem Jahr dem Begriff „Raum“ gewidmet ist. Der Eintritt ist überall frei, lediglich für die Schnupperreise durch den „Olfaktorischen Multiplikator“ im Schrebergarten von Jürgen Knagge in der Nähe des Bürgerparks wird 5 Euro verlangt.


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