Stadtwerke finanzieren Solaranlagen Eigener Sonnenstrom in Osnabrücker Kitas

Auf dem Flachdach der katholischen Kindertagesstätte St. Barbara haben die Stadtwerke Osnabrück eine Photovoltaikanlage installiert, die einen Großteil des Strombedarfs der Kita deckt. (v.l.: Wilm Heidemann, Sara Pohlmann, Ralf Schlüter, Eckhard Reimler, Sven Kiesow). Foto: André HavergoAuf dem Flachdach der katholischen Kindertagesstätte St. Barbara haben die Stadtwerke Osnabrück eine Photovoltaikanlage installiert, die einen Großteil des Strombedarfs der Kita deckt. (v.l.: Wilm Heidemann, Sara Pohlmann, Ralf Schlüter, Eckhard Reimler, Sven Kiesow). Foto: André Havergo
André Havergo

Osnabrück. Vier Kindertagesstätten des Osnabrücker Bistums nutzen seit einigen Monaten Solarstrom vom eigenen Dach. Die Stadtwerke Osnabrück finanzierten die Solaranlagen und zogen nun eine erste positive Bilanz.

Im März und April gingen die Solaranlagen der vier Kitas Liebfrauen in Eversburg, St. Wiho in Hellern, St. Ansgar in Nahne und St. Barbara am Westerberg ans Netz. "Einen besseren Start und Sommer für die Solarpartnerschaft konnten wir uns kaum wünschen", sagt Ralf Schlüter, Diözesanbaumeister und im Bistum für das Thema Klimaschutz zuständig. Die Solaranlagen sind zusätzlich mit einem Stromspeicher ausgestattet, sodass der erzeugte Sonnenstrom auch zu einem späteren Zeitpunkt genutzt werden kann.

Solaranlagen decken ein Drittel des Strombedarfs

Der sogenannte Autarkiegrad, also der Anteil des Eigenverbrauchs am selbst erzeugten Strom - liegt bei den vier Kitas bisher zwischen 50 und 80 Prozent. Überschüssiger Strom wird ins Netz eingespeist und nach dem EEG (Erneuerbare-Energien-Gesetz) vergütet. "Übers Jahr gesehen deckt der Solarstrom rund ein Drittel des Gesamtstroms der Kitas ab", sagt Eckhard Reimler, Leiter Energievertrieb der Stadtwerke Osnabrück. Die Solaranlagen würden sich nicht nur aufgrund des diesjährigen Spitzen-Sommers lohnen. Kitas brauchen den Strom tagsüber und eignen sich daher optimal für Solarstrom-Projekte.

Weiterlesen: So rechnet sich die Fotovoltaikanlage auf dem Dach

Die Solaranlagen auf den Kita-Dächern in Osnabrück wurden aus dem "Klimacent"-Topf der Stadtwerke finanziert. "Wir als Stadtwerke fühlen uns gegenüber dem Klimaschutz und den Jüngsten verpflichtet", sagt Reimler. Laut Reimler zahlt jeder Kunde eines speziellen Stadtwerke-Ökostromtarifs freiwillig einen Cent pro verbrauchter Kilowattstunde obendrauf. Das Budget stocken die Stadtwerke jährlich mit 25.000 Euro auf, sodass in diesem Jahr rund 60.000 Euro zusammenkamen.

Ökostromkunden finanzieren Solarprojekte

"Die Gesamtsumme fließt dann komplett in regenerative Erzeugungsprojekte in Osnabrück - wie aktuell in unser laufendes Kita-Sonnenstromprogramm", so Reimler. Sieben Kita-Dächer haben die Stadtwerke in den vergangenen Monaten mit Solaranlagen bestückt - alle mit finanzieller Unterstützung der Ökostromkunden. Weitere drei Kitas sind in Planung. "Im Herbst folgt mit der Kita "Heilig Geist" am Sonnenhügel die fünfte Bistums-Kita", ergänzt Sara Pohlmann, Referentin für Bauangelegenheiten in den Osnabrücker Kirchengemeinden.

Mittels des städtischen Solarkatasters "Sun Area" suchten die Stadtwerke nach geeigneten Kita-Dächern. "Die Dachflächen der vier Kitas sind relativ neu, flach und wenig beschattet", sagt Pohlmann. Die Solaranlagen stehen auf Dächern, die nicht oder möglichst wenig von einem hohen Baum oder Gebäude beschattet werden.


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