Vorwurf: Heimtückischer Mord Mutter zerstückelt? Staatsanwaltschaft Osnabrück erhebt Anklage

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In diesem Haus soll der Sohn auf seine Mutter gewartet und sie bei ihrer Ankunft erschlagen haben. Archivfoto: David EbenerIn diesem Haus soll der Sohn auf seine Mutter gewartet und sie bei ihrer Ankunft erschlagen haben. Archivfoto: David Ebener

Osnabrück. Die Staatsanwaltschaft Osnabrück hat Anklage gegen den 32-jährigen Osnabrücker erhoben, der im März seine Mutter erschlagen und zerstückelt haben soll. Das bestätigte die Staatsanwaltschaft unserer Redaktion.

Der 32-Jährige soll sich vor dem Landgericht wegen Mordes verantworten. Heimtückisch habe er seine 61-jährige Mutter erschlagen und anschließend zerstückelt – so lautet der Vorwurf, sagt Oberstaatsanwalt Alexander Retemeyer. Der Beschuldigte wohnte bei seiner Mutter. 

Hinter der Tür auf Mutter gewartet

Am 29. März dieses Jahres soll der Mann seine Mutter getötet haben. Gegen 20.30 kam diese von einem Saunabesuch mit einer Freundin nach Hause in Schinkel-Ost. Als sie die Haustür öffnete, habe der Sohn ihr unmittelbar danach mit einem schweren Werkzeug den Schädel zertrümmert. Anschließend soll er die Leiche zerstückelt haben.

Beamte bei der Spurensicherung im April. Archivfoto: dpa/Friso Gentsch

Leichenteile in Garage gefunden

Tagelang galt die 61-Jährige als vermisst. Die Vorgesetzte erkundigte sich mehrfach nach ihr und meldete sie als vermisst. Schließlich ermittelte die Polizei. Als sich zwei Polizisten am Abend des 11. April nicht vom Sohn abwimmeln ließen, fanden sie in der Garage Leichenteile. Einige fehlen bis heute. 

Der Sohn galt sofort als dringend tatverdächtig. Der inzwischen 32-Jährige sitze seither in Untersuchungshaft, schweige aber weiterhin zu den Vorwürfen, sagt Retemeyer.

Noch kein Gerichtstermin

Das Landgericht habe noch nicht über die Zulassung der Klage entschieden, sagt Sprecherin Katrin Höcherl. Entsprechend gibt es noch keinen Hauptverhandlungstermin.

Bei einer Verurteilung droht dem Mann eine lebenslange Haft.


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