Bunte Vielfalt im Großformat Erweitertes Fest der Kulturen: Höhepunkt und Ausklang auf dem Osnabrücker Markt

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Fest der Kulturen auf dem Markt in Osnabrück. Foto: Michael GründelFest der Kulturen auf dem Markt in Osnabrück. Foto: Michael Gründel 

Osnabrück. Erstmals zu einem viertägigen Festival ausgewachsen ist in diesem Jahr das vom Büro für Friedenskultur veranstaltete Fest der Kulturen, das zum Höhepunkt und Ausklang bei fast durchgängigem Sonnenschein zahlreiche Besucher auf den Markt lockte.

An jedem dritten Sonntag im September verwandelt sich der Platz zwischen Rathaus, Marienkirche und Giebelhäusern zum Tummelplatz der Nationen. Internationale kulinarische Spezialitäten und unterschiedliche künstlerische Darbietungen aus 30 Ländern erfreuten am Sonntag die vielen neugierigen Besucher, nachdem dort am Vorabend Sinti-Musik in verschiedenen Ausprägungen auf dem XXL-Programm gestanden hatte. Jenseits des Marktes hatte das neue, erweiterte Fest der Kulturen bereits am Donnerstag mit der Cosmo Club Night und musikalischen Themenpartys in sieben unterschiedlichen Locations, bevor die Premiere der Weltenbummlernacht am Freitagabend an einer Handvoll unterschiedlicher Orte inklusive des Passagierschiffes Lyra unter anderem albanische, afrikanische und anatolische musikalische Akzente setzte.

Foto: Michael Gründel

Tänze und Texte

Daran schloss das große Abschlussfest am Sonntag nahtlos an, wo unter anderem polnische, russische, alevitische, serbische und türkische Folklore- und Pop-Formationen auftraten. Zudem gab es auf der großen Bühne vor der alten Stadtwaage chinesische, portugiesische, philippinische und tamilische Volkstänze inklusive stilechter Trachten ebenso zu bewundern wie orientalischen Bauchtanz, Bollywood- und lateinamerikanische Tänze sowie eine Hip-Hop-Performance, Zumba zum Mitmachen und generationenübergreifenden, an der Panflöte begleiteten rumänischen Solo- und Chorgesang.


Auf dem Fritz-Wolf-Platz hinter der Stadtbibliothek erfreuten sich Kinder an einem Puppentheater. Der Exil-Verein präsentierte Texte von Geflüchteten und auf brasilianische Art konnten nicht nur gemischt zusammen getrommelte mitreißende Sambaklänge und -rhythmen vernommen, sondern auch Capoeira-Kampfkunst bestaunt werden. Rund 60 Stände informierten zudem über die Arbeit von in der Stadt ansässigen Landes- und Kulturvereinen.  

Foto: Michael Gründel

Facettenreiche Weltmusik

Als Zeichen für ein friedliches Zusammenleben der Kulturen und gegen Fremdenfeindlichkeit und Ausgrenzung im Alltag wollen nicht nur die Veranstalter das Fest der Kulturen auch und gerade in seiner neuen XXL-Variante verstanden wissen. Auch Bürgermeister Burkhard Jasper sprach in seinem Grußwort von dem wichtigen Beitrag, den die Veranstaltung für das vielfältige Zusammenleben in der Stadt leiste, die sich nicht nur den Frieden auf die Fahnen geschrieben habe, sondern auch etwas dafür tue.

Weltmusik vom Ikatar Ensemble. Foto: Michael Gründel

Im Anschluss unterstrich das multinationale, derzeit siebenköpfige Band-Projekt Ikatar dies virtuos, indem es mit unterschiedlichen Saiten- und Percussion-Instrumenten Weltmusik aus Brasilien, Syrien, Weißrussland, Portugal und Deutschland gekonnt miteinander verband. Jeder Musiker habe aus seiner Kultur etwas mitgebracht, betonte die als „Fels in der Brandung“ angekündigte Lead-Sängerin Tabea Mangelsdorf das Konzept des rund halbstündigen Auftritts, der zu einem musikalischen Höhepunkt geriet. Dass kulturelle Vielfalt zur Bereicherung sämtlicher Facetten des Lebens beiträgt, Horizonte öffnet und Fortschritt befördert, machte das 18. Fest der Kulturen in diesem Jahr im Großformat deutlich. 

Foto: Michael Gründel


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