Nachwuchs bei Großen Kudus Zwei Schimpansen neu im Zoo Osnabrück eingezogen

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Osnabrück „Takamanda“, die zweite Afrika-Tierwelt des Osnabrücker Zoos, hat neue Bewohner: Anfang September zogen zwei neue Schimpansen ein. Sie sollen die Rangkämpfe in der bestehenden Gruppe abmildern. Nachwuchs gibt es bei den Großen Kudus.

Die beiden Schimpansenweibchen kamen aus dem Serengeti-Park Hodenhagen an den Schölerberg: die 10-jährige Amelie sowie die 16-jährige Buba. Buba ist etwas reservierter als Amelie, war aber in der Rangordnung der Schimpansengruppe im Serengetipark über Amelie.

„Dass wir Zuwachs für unsere Schimpansengruppe bekommen, war schon länger geplant. Jetzt wurde der Plan kurzfristig umgesetzt, um die ‚Rangkämpfe‘ innerhalb unser bestehenden Gruppe zu entzerren“, erklärt Tobias Klumpe, wissenschaftlicher Kurator im Zoo Osnabrück. Derzeit gebe es Streit um die Rangordnung zwischen den beiden Weibchen Lady und Vakanga: „Vakanga ist sehr ambitioniert und will die Gruppe übernehmen – hier hat aber die 48-jährige Lady das Sagen und will sich diese Position natürlich nicht nehmen lassen.“ Rangkämpfe seien bei Schimpansen aber normal, so Klumpe weiter. „Durch die beiden neuen Schimpansenweibchen werden die Karten neu gemischt, und wir hoffen, dass sich die Situation so beruhigt und alle Schimpansen wieder gut miteinander auskommen.“

Derzeit lebt Lady mit Tisa (16 Jahre), Vanessa (35), und Helmut (4) auf der Außenanlage, Vakanga (23) mit ihrer Tochter Tamika (4) im Schimpansenhaus. Männchen Tatu (29) lebt abwechselnd in beiden Gruppen. Die beiden neuen Schimpansenweibchen Amelie und Buba leben sich zurzeit hinter den Kulissen ein und werden Schritt für Schritt an ihr neues Zuhause gewöhnt, bis sie mit ihren Artgenossen zusammengelassen werden. Allerdings könne der Prozess länger dauern, ergänzt Klumpe. Für Besucher sind die neuen Schimpansen momentan noch nicht zu sehen.

Nachwuchs bei den Großen Kudus

Größer ist auch die Gruppe der Kudus geworden: Vor rund einer Woche blickte die Tierpfleger der Afrika-Tierwelt „Samburu“ im Zoo Osnabrück morgens ein Augenpaar mehr an: In den frühen Morgenstunden des 5. September hatte Großer Kudu-Weibchen Luna ein Jungtier zur Welt gebracht. „Die Geburt konnte noch nicht lange her sein, denn das Jungtier war noch nass und die Mutter hat es trockengeleckt“, erklärt Tierpflegerin und Revierleiterin Petra Kunze.

Das junge Weibchen, das die Tierpfleger „Libby“ tauften, kam in Gesellschaft der Artgenossen zur Welt – nur Vater Malabo war, wie jede Nacht, von der restlichen Gruppe getrennt.

Wochenlang vor Raubtieren versteckt

Große Kudus sind sogenannte reine Ableger – das bedeutet, dass das Jungtier, damit es vor Raubtieren unentdeckt bleibt, in den ersten drei bis vier Wochen die meiste Zeit geschützt und versteckt liegt. Die Mutter lässt es zeitweise allein und kehrt alle zwei bis drei Stunden zum Säugen zum Nachwuchs zurück. „Natürlich schläft die kleine Libby viel, wie es für Neugeborene üblich ist. Allerdings war sie im Gegensatz zu ihren älteren Geschwistern schon sehr schnell auf den Beinen und aktiv – bereits ab dem dritten Tag“, freut sich Kunze. Trotzdem verbringt Libby die erste Zeit meistens schlummernd im Stall, deswegen ist sie noch nicht für Besucher zu sehen. „Die restliche Gruppe geht mit Mutter Luna morgens ein bis zwei Stunden auf die große Außenanlage. Währenddessen schläft Libby tief und fest im Stroh. Anschließend kommt die gesamte Gruppe zurück in den Vorhof und Stall hinter den Kulissen, wo Libby dann auch schon mal rauskommt und bei ihrer Mutter trinkt“, weiß die erfahrene Tierpflegerin. Besucher können die junge Antilope voraussichtlich ab der ersten Oktoberwoche draußen willkommen heißen. Libby lebt mit ihrem Vater Malabo (9 Jahre), Mutter Luna (4), Schwester Lin (11 Monate), Bruder Lutalo (2 Jahre) und Halbschwester Nakawa (2) in der Afrika-Tierwelt „Samburu“, wo sich die Großen Kudus die große Außenanlage mit den Netzgiraffen, Wasserböcken und Impalas teilen.


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