Abendessen zwischen Tieren "Löwenmahlzeit" im Osnabrücker Zoo mit 600 Gästen

Von Markus Strothmann

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Hoch die Gläser: Die Geburtstagsrunde um Ulrike Grewatsch feiert mit selbst gebastelten Hüten und Tellern bei der „Löwenmahlzeit“ am Tigergehege. Foto: Michael GründelHoch die Gläser: Die Geburtstagsrunde um Ulrike Grewatsch feiert mit selbst gebastelten Hüten und Tellern bei der „Löwenmahlzeit“ am Tigergehege. Foto: Michael Gründel 

Osnabrück. Am Freitagabend speisten 600 Gäste in Gesellschaft der Osnabrücker Zootiere bei der 2. „Löwenmahlzeit“. Damit verbunden: ein Vorab-Blick auf die „Zoo-Lights“, die offiziell erst am Samstag starteten.

Aktiv spielten die Löwen keine herausgehobene Rolle bei der Löwenmahlzeit. Vielmehr sollte ihnen damit geholfen werden: Wegen veränderter Haltungsvorgaben muss der Zoo die Löwenanlage etwa um das Dreifache vergrößern, auch um in Zukunft Nachwuchs halten zu dürfen. Der Eigenanteil an den Baukosten beträgt 500.000 Euro. 330.000 Euro habe man schon zusammen, sagte CDU-Ratsherr Fritz Brickwedde bei der Begrüßung der Gäste auf dem Vorplatz: „Heute leisten wir einen kleinen Beitrag, um die Summe weiter zu erhöhen.“ Brickwedde ist Vorsitzender des Vereins „Löwen für Löwen“, der Geld sammelt für den Ausbau. 

Mit der Teilnahme an der Löwenmahlzeit unterstützten die Gäste das Anliegen finanzkräftig, denn ein Tisch für acht Personen kostete immerhin 100 Euro. Essen und Getränke brachten die Leute selbst mit, man zahlte für das besondere Ambiente. Inklusive jedoch: abendliche Führungen durch den Zoo, mal anders beleuchtet dank der Zoo-Lights. 

Essen unter tierischer Beobachtung: Auch vor dem Affengehege tafelten die Besucher der „Löwenmahlzeit“ im Zoo Osnabrück. Foto: Michael Gründel


Geburtstag bei den Tigern

Weil die drei am schönsten geschmückten Tisch prämiert wurden, hatten sich viele Gäste richtig Mühe gegeben mit der Tischdeko. Teilweise war das, was die Damen und Herren auffuhren, geeignet, Restaurantbetreiber zu beschämen, mit sorgfältig gefalteten Servietten, Kerzen und dem guten Silberbesteck. Andere gingen lockerer ran und setzten sich Löwencaps auf, wie die Gruppe um Ulrike Grewatsch, die den Besuch Anfang August zum 50. Geburtstag geschenkt bekommen hatte. 

Die Geburtstagslöwin und ihre Gäste durften dann auch noch direkt am Tigergehege zu sitzen, ohne Frage einer der besten Tische. Das Essen: „Kürbis-Süßkartoffel-Suppe, Fingerfood, Quiche und Kuchen zum Dessert“, zählte Florian Prickel auf, einer der Schenker dieses speziellen Zoobesuchs. 

Weitere Veranstaltungen

An den kommenden Zoo-Lights-Wochenenden bis Mitte November wird es weitere Themenabende geben, etwa einen Handwerkermarkt, ein mittelalterliches Spectaculum und eine Comedy-Nacht. „Die Veranstaltungen sind für uns weitere Gelegenheiten, Geld für die Gehegeumbauten zu sammeln“, sagte Zoopräsident Reinhard Sliwka. „Da wir uns so gut wie selbst finanzieren, ist das sehr wichtig für uns.“ Man achte darauf, dass die Tiere nicht gestört würden. „Die Tierhäuser werden abends regulär geschlossen, sodass empfindliche Tiere ihre Ruhe haben.“ 



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