Einweihungsfeier in Haste Kita "Rasselbande": Neuer Spielplatz dank 50.000-Dollar-Spende

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Osnabrück. Mit einem sogenannten Gipfelfest feierte die Kita "Rasselbande" in Haste ihren nun fertiggestellten Konzept-Spielplatz. Ermöglicht wurde der durch eine 50.000-Dollar-Spende – umgerechnet knapp 43.000 Euro – des US-Konzerns UPS und dessen Wallenhorster Mitarbeitern, die sich seit vielen Jahren für die Kita engagieren.

Bereits seit 2004 sei UPS ein Kooperationspartner des Sozialdienst katholischer Frauen (SkF), erklärte die Einrichtungsleiterin der Kita, Cordula Glosemeyer. Damals habe der Wallenhorster Ableger des Zulieferers angefragt, ob er sich für beim SkF ehrenamtlich engagieren könne. Seitdem leisteten die "gestandenen Männer" von UPS mehrmals im Jahr Handwerksarbeiten im und um den Kindergarten, sagte Glosemeyer. 

Ehrenamt Teil der Firmenphilosophie

"Wir Mitarbeiter genießen in unserem Job soziale Sicherheit. Deswegen wollen wir dort helfen, wo diese Sicherheit nicht gegeben ist", sagte Bernd Kunz, Ehrenamtskoordinator der Wallenhorster UPS-Niederlassung. So mobilisierten er und sein Kollege Florian Hoppe regelmäßig mindestens zehn hauptberufliche Auslieferer an mehreren Wochenenden im Jahr, um für gröbere Putzarbeiten, Streichaktivitäten oder Gartenbaumaßnahmen zur "Rasselbande" auszurücken. Erst vor wenigen Wochen verteilten die UPS-Männer zwei LKW-Ladungen Sand auf dem neuen Spielplatz. 

Das Ehrenamt, sagte Kunz, sei ein Teil der Firmenphilosophie. Die "UPS Foundation", eine firmeneigene Stiftung mit Sitz in den USA, zeichne deswegen besonderes Engagement von UPS-Mitarbeitern mit Spenden für deren Wirkungsstätten aus. 2017 stellte der Sozialdienst einen Antrag auf Kostenübernahme für einen neuen Spielplatz, dem schließlich stattgeben wurde. Im Februar dieses Jahres wurde die Großspende dann in der deutschen Firmenzentrale in Köln übergeben, wie SkF-Geschäftsführung Birgit Ottens berichtete.

Spielplatz mit Bewegungs-Konzept 

Das Geld wurde vor allem in einen Spielhügel mit Rutsche und in einen Parcours investiert, der Kindern unter drei Jahren mehr Bewegungsmöglichkeiten in der Kindertagesstätte gewährleisten soll. Ottens erklärte, dass die Errichtung der Spielgeräte mit dem Projekt "Rasselbande in Bewegung" einhergegangen sei. Im Zuge dessen hätten auch die Betreuer in dem Kindergarten eine Fortbildung darüber erhalten, wie sie die Kinder in ihren körperlichen Aktivitäten betreuen können. "Das Gelände bietet nun viele Möglichkeiten für die Kinder, sich sicher und frei zu bewegen", sagte Ottens.

Zuletzt blieben die Anlagen länger als erwartet gesperrt, weil der darum liegende Rasen die Hitzeperioden im Hochsommer nicht vertragen hatte und deshalb noch länger wachsen musste. Die offizielle Freigabe beim Gipfelfest nutzten die 74 Kinder der "Rasselbande", die sich seit April auf ihre neuen Spielmöglichkeiten gedulden mussten, dementsprechend sofort aus.


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