"Nadel und Faden" in Osnabrück Messe: Von Kreuzstich bis Trophäenkopf aus Filz

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Sonderausstellung der Messe: Die Trophäen von Dipl.-Designerin Nicole Maushake (Craftwerk) sind zum Großteil aus Filz und eine mühevolle Handarbeit. Lediglich der Vogel auf dem Kopf ist ein Tierpräparat. Foto: David EbenerSonderausstellung der Messe: Die Trophäen von Dipl.-Designerin Nicole Maushake (Craftwerk) sind zum Großteil aus Filz und eine mühevolle Handarbeit. Lediglich der Vogel auf dem Kopf ist ein Tierpräparat. Foto: David Ebener 

Osnabrück. Stoffe, Knopfmacherei, Kaschmirschals und Stempel finden Besucher der 24. Messe "Nadel und Faden". Bis Sonntag stellen über 100 Ausstellern in der Osnabrückhalle textile Kunst und Handarbeit aus.

Neben vielen Anleitungen für Handarbeiten zeigt eine Sonderausstellung der Messe Trophäenköpfe aus Filz. "Wer aus dem altem Geweih von Opa etwas neues, modernes machen will, ist hier genau richtig", sagt Nicole Maushake, Craftwerk. Die Diplom-Designerin erstellt in mühevoller Handarbeit die Trophäenköpfe.

Trophäen aus Filz präsentiert die Dipl.-Designerin Nicole Maushake (Craftwerk) in einer Sonderausstellung der Messe. Foto: David Ebener

Die Fuchsköpfe beispielsweise sehen täuschend echt aus. Maushake verwendet jedoch zum Großteil Filz. Lediglich der Vogel auf dem Kopf der Füchsin mit dem Namen "Wilhelmine Amalia, Landgräfin von Eichenwald" ist ein Tierpräparat. Die Designerin kauft die Präparate auf Flohmärkte oder verwendet Abwurfstangen. Also Geweihe, die Hirsche und Rehe einmal im Jahr selbst abwerfen.

Internationale Aussteller

Die Gründerin der Messe Ellen Moschitz-Finger erwartet rund 10.000 Besucher. "Aus ganz Deutschland, den Niederlanden, Österreich und Litauen sind hier Aussteller", sagt Moschitz-Finger. Die Niederländerin Dita Blom zum Beispiel ist zum vierten Mal dabei. Sie präsentiert und verkauft schwedische Stickereien.

Anregungen für eigene Handarbeiten finden die Messebesucher. Foto: David Ebener

Die Besucher - meist Frauen - finden Anleitungen zum Nähen, Stricken, Häkeln. "Sowas mag ich ja auch", hört man immer wieder eine Frau zur Freundin sagen. Gemeint sind damit Kaschmirschals, Handquilten, Passepartouts, Stempel, Wollstoffe, Garne oder Knöpfe.

Knifflige Knopfsache

Posamentenknöpfe: Das Ergebnis des Knopfwickelworkshop auf der Messe. Foto: David Ebener

Eben diese Knöpfe können Besucher in einem Workshop selbst gestalten. Beim Sternknopf ist wichtig: "Links anlegen und nach rechts drehen", sagt Helene Weinold aus Bayern. "Wenn es verrutscht, kann ich Ihnen von hier sagen, dass sie in die falsche Richtung gedreht haben." Diese Knopfsache ist also nichts für Frauen mit einer Links-Rechts-Schwäche. "Es ist genauso schwierig wie es aussieht", sagt eine Teilnehmerin, die den nächsten Faden um den Knopf wickelt.


Neben verschiedenen Workshops und Modeschauen bietet die Messe zum ersten Mal die "Coole Masche" an. Hier können Anfänger und Fortgeschrittene spontan und kostenlos im Strick- und Häkelcafé das Fingerstricken oder häkeln von Blüten und Broschen lernen.


Messe "Nadel und Faden"

Die Messe findet vom 14. bis 16. September 2018 in der Osnabrückhalle statt.

  • Tagesticket 8,00 € / Person 
  • Drei-Tages-Karte 17,00 € 
  • Menschen mit Behinderung 4,50 € 
  • Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre frei

Jeweils um 14:30 Uhr beginnen Modeschauen auf der Messe. Die zahlreichen Workshops u.a. Knopfmacherei finden Sie auf www.nadelundfaden-osnabrück.de

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