Litfaßsäulen-Kampagne Plakate gegen Plastikmüll in Osnabrück

Von Viktoria Koenigs

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Als Klimabotschafter versuchen die Schüler der Ursulaschule zum Thema Plastikmüll wachzurütteln:Leon Thiel, Antonia Düring, Jan Heckenkamp und Malin Degen(von links). Foto: Jörn MartensAls Klimabotschafter versuchen die Schüler der Ursulaschule zum Thema Plastikmüll wachzurütteln:Leon Thiel, Antonia Düring, Jan Heckenkamp und Malin Degen(von links). Foto: Jörn Martens

Osnabrück. Die Klimabotschafter der Osnabrücker Ursulaschule machen mit ihrer neuen Kampagne auf die Plastikproblematik aufmerksam. Mit zwei verschieden designten Plakaten, die osnabrückweit an Litfaßsäulen aufgehangen wurden, setzen sie ein Zeichen gegen Verpackungsmüll. Für etwa einen Monat werden die Plakate das Stadtbild zieren und gleichzeitig Werbung für einen Fotowettbewerb machen.

Osnabrück Leon Thiel, Antonia Düring, Jan Heckenkamp und Malin Degen heißen die Klimabotschafter der ersten Generation an der Ursulaschule. Gemeinsam mit ihrem Lehrer Tobias Romberg setzen sie sich seit 2014 mit ihren Projekten für die Umwelt ein. Mittlerweile gehen sie in die zwölfte Klasse und finden trotz des anstehenden Abiturstresses noch Zeit, Projekte wie dieses zu entwickeln. „Dieses Mal wollten wir so großflächig wie möglich auf das Plastikproblem aufmerksam machen“, sagt Jan Heckenkamp.

„PlasTickst du noch richtig?“, dieser Spruch ist der Blickfang der Plakate, auf einem Plakat sind drei Schüler der Schule zu sehen: Plastiktüten auf dem Kopf und unter ihnen ein Berg aus Plastik.

Um nicht nur die eigene Perspektive auf die Plastikproblematik zu zeigen, sondern auch neue Ideen zu erhalten, starteten sie einen Ideenwettbewerb. Einige Künstler beteiligten sich mit Ideen und Entwürfen für ein weiteres Plakat. Den Wettbewerb gewannen Miguel Lugasi (freischaffender Künstler) und Nadine Brandhorst (Marketingreferentin), entwarfen die eine Karikatur einer Weltkugel, die versucht, von einer erdrückenden Masse an Plastik zu fliehen.

Verbunden ist die Kampagne mit einem Foto-Wettbewerb. Dieser ruft die Osnabrücker dazu auf, Fotos von ihrem „grünen Lieblingsort“ zu machen und an die Klimabotschafter zu senden. Denn diese möchten auch das Schöne und Grüne in Osnabrück zeigen. Die Gewinner des Wettbewerbes werden von den Klimanotschaftern bestimmt und erhalten ein Preisgeld von 200 Euro. Damit richten sie sich insbesondere an Schulen, Schulklassen und Vereine. Die Fotos können an die Email-Adresse plastik@klibo-os.de geschickt werden. Einsendeschluss ist der 15. Oktober.

Für die Litfaßsäulen-Kampagne fanden sich zahlreiche Sponsoren, darunter auch die Haarmann-Stiftung Umwelt und Natur. Diese fördert zahlreiche Umweltprojekte und bietet Schulen ihre finanzielle Unterstützung an. „Wir unterstützen nicht nur Renaturierungen, sondern auch die Umweltbildung. Deswegen gehen wir auch auf die Schulen selbst zu. Bevor Projekte aus finanziellen Gründen nicht stattfinden können, sponsern wir gerne eine kleine Summe“, sagt Antonius Fahnemann, Vorstandsvorsitzender der Haarmann-Stiftung. In diesem Fall spendete die Stiftung 3000 Euro für die Kampagne. Damit ermöglichte diese, dass die Plakate etwa einen Monat an den Litfaßsäulen hängen bleiben.

Das ist die Karikatur von Miguel Lugasi und Nadine Brandhorst. Mit ihr gewannen sie den Ideenwettkampf der Ursulaschule und machen gemeinsam mit ihr auf die allgemeine Plastik Problematik aufmerksam. Foto Jörn Martens

Nachdem die Plakate nun flächendeckend in Osnabrück aufgehängt wurden, arbeiten die Klimabotschafter schon an ihrem nächsten Projekt: Strohalmfrei in Osnabrück.


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