Wahl am Montag im Kreistag Kreis Osnabrück: Wird Bärbel Rosensträter Erste Kreisrätin?

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Die Ordnungsamtsleiterin Bärbel Rosensträter wird in der Sitzung des Kreistags am Montag (15 Uhr im Kreishaus) von Landrat Michael Lübbersmann als Erste Kreisrätin vorgeschlagen. Da zur Wahl eine einfache Mehrheit reicht, gilt es als sicher, dass Bärbel Rosensträter Stefan Muhles Nachfolgerin wird. Foto: Henning Müller-Detert/Landkreis OsnabrückDie Ordnungsamtsleiterin Bärbel Rosensträter wird in der Sitzung des Kreistags am Montag (15 Uhr im Kreishaus) von Landrat Michael Lübbersmann als Erste Kreisrätin vorgeschlagen. Da zur Wahl eine einfache Mehrheit reicht, gilt es als sicher, dass Bärbel Rosensträter Stefan Muhles Nachfolgerin wird. Foto: Henning Müller-Detert/Landkreis Osnabrück

Osnabrück. Die Ordnungsamtsleiterin Bärbel Rosensträter wird in der Sitzung des Kreistags am Montag (15 Uhr im Kreishaus) von Landrat Michael Lübbersmann als Erste Kreisrätin vorgeschlagen. Das Parlament kann die 47-jährige parteilose Mellerin entweder bestätigen oder ablehnen. Da zur Wahl eine einfache Mehrheit reicht, gilt es als sicher, dass sie Stefan Muhles Nachfolgerin wird.

Muhle hatte seine Arbeit als Staatssekretär im niedersächsischen Wirtschaftsministerium bereits im Januar aufgenommen. Als seinen größten Erfolg als Kreiskämmerer hatte der Meller bezeichnet, in seiner Amtszeit rund 60 Millionen Euro an Schulden für den Landkreis abgebaut zu haben. In den vergangenen Jahren hatte Muhle aber auch den Breitbandausbau im Kreis vorangebracht, konstatierte kurz vor seinem Abgang aber aber auch, dass die verbleibenden rund zehn Prozent der Haushalte im Wesentlichen nur durch kostspielige Glasfaserdirektanschlüsse mit schnellem Internet versorgt werden können. Im September 2016 hatte der Kreistag beschlossen, dass 39 Millionen Euro in den Breitbandausbau bis 2018 fließen sollen. Allerdings hat der Landkreis erst in diesem Jahr begonnen, das Breitband mit diesem Geld auszubauen und verpasst daher das ursprünglich vom Bund gesetzte Ziel, das Geld bis Ende 2018 in den Ausbau zu investieren.

530 Kilometer langes Netz geplant

Der Kreis will 13.000 Haushalte bis zum Frühjahr 2019 mit schnellem Internet versorgen. Beim darüber hinaus geplanten Ausbau mit Glasfaserdirektanschlüssen in die bisher unterversorgte Fläche im Landkreis Osnabrück soll ab 2019 ein Netz mit rund 530 Kilometer Länge entstehen. Auch dafür gibt es Fördermittel des Bundes in Höhe von 15 Millionen Euro, die in den kommenden Jahren investiert werden sollen. Rosensträter wird den Ausbau als Erste Kreisrätin begleiten müssen, um weitere Verzögerungen im Breitbandausbau zu vermeiden.

Finanzielle Leistungsfähigkeit und Personalmanagement

Rosensträter ist seit 2014 Leiterin des Fachdienstes Ordnung und hatte bereits mehrere Posten in der Kreisverwaltung inne, etwa im Gesundheitsdienst von Stadt und Landkreis und im Fachdienst Planen und Bauen. Die 47-Jährige lebt mit ihren beiden Kindern im Meller Stadtteil Wellingholzhausen und begann ihre Laufbahn beim Landkreis Osnabrück im Jahr 1987. Neben dem Erhalt der finanziellen Leistungsfähigkeit des Landkreises sieht Rosensträter als Schwerpunkte ihrer Arbeit das Personalmanagement und die Fachkräftesicherung.


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