Nach Chemnitz und Köthen: „Wir machen was“ Projekt von Osnabrück- und Lagerhalle für Toleranz und Respekt

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Breite Mehrheit: Initiatoren und Mitstreiter der Initiative „Wir machen was“. Foto: OsnabrückHalle/Nina NiehüserBreite Mehrheit: Initiatoren und Mitstreiter der Initiative „Wir machen was“. Foto: OsnabrückHalle/Nina Niehüser

Osnabrück. Die Vorfälle in Chemnitz haben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Osnabrück- und Lagerhalle zum Anlass genommen, aktiv zu werden. Entstanden ist daraus das Projekt „Wir machen was“ – ein Nachmittag für Toleranz und Respekt in der Osnabrückhalle.

Die Osnabrücker Kulturszene setzt ein Zeichen für Toleranz und Respekt: Am Sonntag, 21. Oktober, werden sich Bands, Chöre, Schauspielgruppen, Vereine und Initiativen in der Osnabrückhalle präsentieren. Denn: „Wir machen was.“

Entstanden ist die Idee in einer Kaffeepause in der Osnabrückhalle. Mitarbeiterin Susanne Frost hat mit einem Kollegen über die Vorfälle in Chemnitz gesprochen, und dann hieß es, „man müsste was machen.“ Daraus ist ein veritables Projekt entstanden, und aus dem Konjunktiv ist ein glasklares Motto geworden: „Wir machen was“.

Unter diesem Motto will die Veranstaltung „für ein anständiges Miteinander“ werben, und zwar mit einem Live-Programm, das Bands aller Stilrichtungen ebenso eine Bühne bietet, wie Singer-Songwritern oder Schauspielern. Entsprechend rege ist die Beteiligung an dem Projekt. „Die Eigendynamik überrollt uns“, sagt Frost.

Das liegt daran, dass so viele Institutionen „Wir machen was“ mittragen: Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Lagerhalle sind von Anfang an dabei, aber auch die Konzertveranstalter Goldrush und Zukunftsmusik beteiligen sich, ebenso Fokus, das Theater Osnabrück, Public Entertainment, Starlight Showservice, Die Etagen, The Living Proof Agency und Tale.Act.Entertainment. Oberbürgermeister Wolfgang Griesert übernimmt die Schirmherrschaft.

Entscheidend ist dabei, dass es „kein Konzert gegen rechts“ wird, sagt Jens Meier, Mitarbeiter der Lagerhalle. Überhaupt gehe es, wie es Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Osnabrück- und Lagerhalle formulieren, um ein „Zeichen für Toleranz und Respekt“, ohne die Aktion „parteipolitisch zu verorten“, wie Meier sagt.

Deshalb laden die Veranstalter Initiativen oder Vereine ein, sich in der Osnabrückhalle mit einem Stand oder einem Projekt präsentieren. „Eine bunte Zivilgesellschaft“ möchten die Initiatoren zeigen –und ein tolerantes, respektvolles Osnabrück. Wie ernst die Stadt das nimmt, mag man an dem Umstand ablesen, dass parallel zu „Wir machen was“ im Bastard Club Bands wie die Blues Company oder Dampfmaschine beim „Kaffeekränzchen gegen rechts“ spielen. „Das spricht für Osnabrück“, sagt Frost.

Gemeinnützige Vereine, Gruppen und Initiativen können sich kostenfrei in der Osnabrückhalle präsentieren. Auch Aktionen sind möglich. Anfragen an booking@osnabrueckhalle.de. Termin: 21.Oktober, 15-20 Uhr.


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