Nur noch Feinarbeiten Neue Tierwelt Manitoba im Osnabrücker Zoo fast fertig

Von Viktoria Koenigs

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Osnabrück. Die neue Tierwelt Manitoba im Osnabrücker Zoo steht kurz vor ihrer Vollendung. In den zweiten Teilbereich sind bereits Baumstachler und Biber eingezogen. Andere Tierarten werden bald eintreffen. Am 5. Oktober findet die Eröffnung statt, bei der es viele Aktionsstände und ein Gewinnspiel geben wird.

Und täglich grüßt das Murmeltier, bald auch im Osnabrücker Zoo. Sechs Murmeltiere beziehen im Laufe des Septembers den letzten Teilabschnitt der neuen Tierwelt Manitoba. Bereits im Herbst vergangenen Jahres eröffnete der erste Teilabschnitt, in dem Waldbisons, Hudson-Bay-Wölfe und Schwarzbären leben. Sie alle haben sich laut Tierpflegerin und Revierleiterin Tanja Boss mittlerweile gut eingelebt: „Die Stars im ersten Abteil sind unsere Schwarzbären. Sie bieten den Besuchern ein richtiges Schauspiel: Sie schwimmen, tauchen, klettern die Bäume 20 Meter hoch und sind allgemein sehr aktiv.“

Nur noch Feinarbeiten

Für den letzten Abschnitt stehen nur noch kleinere Arbeiten an. Derzeit werden beispielsweise noch Wegbegrenzungen angebracht und der Wasserzufluss für den Biberbereich optimiert. „Das sind alles aber nur noch Feinarbeiten, wie das Tapezieren einer neuen Mietwohnung“, erzählt Thorsten Vaupel, stellvertretender Zooinspektor. Die neue Tierwelt erstreckt sich über 3,5 Hektar, dafür wurde ein ehemaliges Waldgebiet des Zoos für etwa 3,5 Millionen Euro in den vergangenen zwei Jahren umgebaut.

Biber und Baumstachler gewöhnen sich an den Zoo

Einige der zukünftig neuen Bewohner des Zoos sind mittlerweile schon in ihre Gehege gezogen: Zwei Baumstachler (dem hiesigen Stachelschwein ähnliche Nagetiere) und drei Kanadische Biber. Beide Tierarten sind noch in der Eingewöhnungsphase. Die Biber haben sich bereits besser an die neue Umgebung gewöhnt und nehmen die Biberburg und ihren Teich sehr gut an, berichtet Boss. Die Baumstachler seien jedoch noch etwas schüchtern, würden jedoch das Außengelände immer öfter betreten. Deswegen sei es wichtig, vor der Eröffnung etwas Zeit verstreichen zu lassen, damit die Tiere sich an ihre neue Umgebung gewöhnen können und sich auch in die Außenbereiche trauen.

Im Verlauf des Septembers beziehen noch sechs Murmeltiere und ein Paar Stinktiere ihre neuen Gehege. Von den bekannten Zootieren sind bereits die Polarfüchse, Schnee-Eulen und ein Bartkauz nach Manitoba umgezogen.

Optimale Bedingungen für die neuen Mitbewohner

Manitoba ist nicht nur optisch nach kanadischem Vorbild entworfen worden, sondern beruht auch auf einem intensiven Austausch mit den kanadischen Zoo-Kollegen. Um Erfahrungen auszutauschen, reiste dafür Tobias Klumpe, der als wissenschaftlicher Kurator für die neue Tierwelt zuständig ist, nach Kanada: „Da es sich bei vielen Tieren um Tierarten handelt, die für uns komplett neu sind, habe ich mich vor Ort mit den kanadischen Kollegen ausgetauscht. So können wir unseren neuen Zoobewohnern optimale Bedingungen schaffen.“

Eröffnungswochenende

Nachdem der erste Teil von Manitoba letztes Jahr im Stillen eröffnet wurde, wird die Eröffnung des zweiten und gleichzeitig letzten Teiles am 5. Oktober umso pompöser. Dafür wird die stellvertretende Botschafterin Kanadas nach Osnabrück reisen. Im Anschluss lädt das offizielle Eröffnungswochenende die Besucher zu verschiedenen Aktionen ein. Es wird Aktionsstände und Vorträge rund um das Thema Kanada und Manitoba geben. Außerdem hat der Zoo ein Gewinnspiel organisiert. Wer sich das tatsächliche Manitoba einmal anschauen möchte, sollte an diesem teilnehmen, denn der Gewinn ist eine achttägige Reise nach Kanada. Gewinnspielkarten wird es vom 5. bis 15. Oktober an der Zookasse und der Eulenscheune in Manitoba geben.


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