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13.09.2018, 12:15 Uhr KOMMENTAR

Endlich tut sich was am Ledenhof

Kommentar von Dietmar Kröger

Vierspurig trennt der Neue Graben den Ledenhof vom Schloss. Foto: Gert WestdörpVierspurig trennt der Neue Graben den Ledenhof vom Schloss. Foto: Gert Westdörp

Osnabrück. Der Ledenhof liegt seit vielen Jahren in Agonie. Mehr als einige wenige kosmetische Ausbesserungen waren nicht drin - es fehlte am Geld. Nun aber will die Stadt das Thema angehen und auch den Neuen Graben in die Überlegungen einbeziehen. Gut so. Ein Kommentar.

Neumarkt, Neuer Graben, Schlossgarten, Ledenhof – das sind vier Innenstadtbereiche, die seit Jahrzehnten ein eher freudloses Dasein fristen. Gleichzeitig sind sie ein Symbol dafür, wie sich Stadtplanung in den vergangenen Jahrzehnten verändert hat und weiter verändern muss. 

Das Primat des Individualverkehrs gehört auf den Prüfstand. Wo vierspurige Straßen Stadtteile (Neumarkt) oder historische Ensemble (Schloss und Ledenhof) voneinander trennen, kann weder urbanes Leben gedeihen noch eine städtebaulich ansprechende Entwicklung Fuß fassen. 

Politik und Verwaltung haben nun die Chance, sozusagen auf einen Rutsch die Sünden der Vergangenheit zu reparieren. Dazu allerdings braucht es auch den Mut, alte Ideologien über Bord zu werfen und ganz neu zu denken. Weniger Beton und Asphalt, mehr Grün wäre hier ein guter Ansatz. Toi, toi, toi.


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