Mediengestütztes Lernen Kreiselternrat Osnabrück diskutiert das Thema "Digitalisierung in Schulen"

Meine Nachrichten

Um das Thema Osnabrück Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Die Digitalisierung der Schule war Thema im Kreiselternrat. Foto: Ina Fassbender/dpaDie Digitalisierung der Schule war Thema im Kreiselternrat. Foto: Ina Fassbender/dpa

Osnabrück. Alternativen zum Gymnasium und die Digitalisierung der Schulen besprach der Kreiselternrat Osnabrück beim jüngsten Treffen.

Thomas Kohne, Schulleiter der BBS Bersenbrück, zeigte den gut 30 Delegierten, wie vielseitig mittlerweile Berufsbildende Schulen sind. Beispiel: das sogenannte Gesellen-Abitur. Möglich wird das nach einer dreijährigen Berufsausbildung und einer gleichlangen Verweildauer im gelernten Job. „Damit hat man die fachgebundene Hochschul-Zugangsberechtigung erworben und können an einer Hochschule oder Universität studieren“, erklärte Kohne. Fachgebunden meine, dass man einen Studiengang zum gelernten und ausgeübten Beruf belegen kann.

Alternativen zum Gymnasium

Das Wissen um alternative Wege zur gymnasialen Laufbahn könne Eltern von dem Druck entlasten, dass gute berufliche Chancen ihrer Kinder immer nur mit dem Abitur verknüpft seien. „Leider wissen die Eltern nichts davon, weil Berufsbildende Schulen und ihr Angebot bei den Infoabenden am Ende der Grundschulzeit nicht vorkommen“, sagte Kohne.

Vortrag über beste Schulform

Zum Thema „Elterndruck bei der Wahl der richtigen Schulform“ kündigte Bärbel Bosse (Vorsitzende Kreiselternrat) an, dass es dazu eine Extraveranstaltung am Montag, 22. Oktober 2018, um 19.30 Uhr im Großen Sitzungssaal des Kreishauses, Schölerberg 1 in Osnabrück, geben werde. Die Veranstaltung ist öffentlich.

Nächstes Thema: Digitale Schule. Die Landkreisverwaltung strebt nach Worten von Volker Trunt (Fachdienst Bildung, Kultur und Sport) an, dass Schüler in den kreiseigenen Schulen in allen Fächern mediengestützt arbeiten und lernen können.  

Dazu brauche es sogenannte Medienbildungskonzepte in den Schulen, so Trunt. Das meine: Welche Hard- und Software brauche es, was ist etwa an Fortbildung für Lehrer nötig und was kosten die Investitionen? Lägen solche Entwicklungskonzepte vor, könne der Landkreis als Schulträger auf die technologischen Anforderungen, baulichen Voraussetzungen und Kostenplanungen reagieren.


Digitaltechnik in Schulen

Auch BBS-Schulleiter Thomas Kohnen trug seine Sicht auf die Digitalisierung in der Schule vor. Er plädierte für eine Top-Ausstattung der Berufsbildenden Schulen, weil sie über die Duale Berufsausbildung mit dem technischen Fortschritt in der Wirtschaft Schritt halten müssten.

In den Berufschulkollegien gehe es auch nicht mehr darum, ob man als Lehrer mit modernen Medien arbeite, sondern nur noch darum, mit welchen Mitteln man den Unterricht praxisnah gestalten könne.

Um die Digitalisierung erfolgreich an allgemeinbildenden Schulen durchführen zu können, müssten erstens die Lehrer mitgenommen werden. Zweitens sei die Technik kein Selbstzweck: „Durch den Einsatz der Digitaltechnik sollen die Lehrkräfte in die Lage versetzt werden, im schulischen Kontext einen individualisierten Unterricht durchführen zu können“, definierte es Kohne. Das bedeute aber genauso: Die Pädagogen dürften sich stets auf eine umfassende technische Ausstattung verlassen können, die immer funktionieren müsse.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN