Nachschlag für Porschefahrer 10.000 Euro Strafe wegen Fahrens ohne Führerschein

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Für einen Porschefahrer aus Fürstenau wird das Fahren ohne Führerschein teuer. Die staatsanwaltschaft stellte ihm einen Strafbefehl über 10000 Euro aus. Symbolfoto: dpaFür einen Porschefahrer aus Fürstenau wird das Fahren ohne Führerschein teuer. Die staatsanwaltschaft stellte ihm einen Strafbefehl über 10000 Euro aus. Symbolfoto: dpa

Osnabrück. Manchmal muss es weh tun, damit es hilft: Einem Porschefahrer aus Fürstenau, der im vergangenen Jahr zu einer Bewährungsstrafe, Führerscheinentzug und Geldstrafe verurteilt wurde, flatterte jetzt ein neuer Strafbefehl ins Haus. Der Mann muss 10.000 Euro zahlen, weil er ohne Führerschein unterwegs war.

Der 73-Jährige war im November des vergangenen Jahres vom Amtsgericht zu sechs Monaten Freiheitsstrafe, ausgesetzt zu einer zweijährigen Bewährungszeit, 3.000 Euro für die Opferhilfe Niedersachsen und einer 18-monatigen Führerscheinsperre verurteilt worden. Die Richterin hielt es für erwiesen, dass der Cayenne-Fahrer in einem besonders schweren Fall Widerstand gegen zwei Vollzugsbeamte geleistet hatte, als diese ihn am 11. Januar 2017 stoppen wollten, weil er auf seinem Weg von Fürstenau nach Osnabrück die erlaubte Geschwindigkeit überschritten hatte. Der Fahrer habe versucht, die Polizisten mit seinem Fahrzeug abzudrängen, zeigte sich die Richterin seinerzeit überzeugt. Der 73-Jährige hatte das Urteil damals akzeptiert.

Obwohl der Entzug des Führerscheins bereits rechtskräftig war, setzte sich der Mann wieder an das Steuer seines Porsches und chauffierte das Gefährt Anfang des Jahres nebst Ehefrau nach Osnabrück. Da allerdings war dann bei einer Fahrzeugkontrolle durch die Polizei Schluss mit Lustig. Die Beamten stellten fest, dass dem Mann die Lizenz zum Fahren fehlte und verwiesen ihn auf den Beifahrersitz. (Lesen Sie auch: Porschefahrer kann die Finger nicht vom Steuer lassen)

Damit war dann auch die Staatsanwaltschaft wieder im Spiel. Die zeigte nur wenig Verständnis für das Festklammern am Porsche-Lenkrad und erließ einen Strafbefehl über 50 Tagessätze zu je 200 Euro. Seinen anfänglich verkündeten Einspruch gegen den Strafbefehl habe der 73-Jährige zurückgezogen, teilte Amtsgerichtssprecher Ansgar Buß auf Nachfrage unserer Redaktion mit. Und der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Oberstaatsanwalt Volker Brandt, bestätigt, dass der Strafbefehl seit August rechtskräftig sei. 


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