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13.09.2018, 11:09 Uhr KOLUMNE

Autofahrer in Osnabrück, hört auf, bei Stau in die Kreuzung zu fahren!

Von Nico Buchholz

Blick vom Heger-Tor auf den Wall in Osnabrück. Auch auf dem Wall lässt sich oft beobachten, dass Fahrer bei Stau noch in eine Kreuzung einfahren. Symbolfoto: Michael GründelBlick vom Heger-Tor auf den Wall in Osnabrück. Auch auf dem Wall lässt sich oft beobachten, dass Fahrer bei Stau noch in eine Kreuzung einfahren. Symbolfoto: Michael Gründel

Osnabrück. Immer wieder sieht man in Osnabrück Autofahrer, die bei Stau in die Kreuzung fahren und sie damit verstopfen. Hört endlich auf damit!

Der Verkehr in der Osnabrücker Innenstadt ist nervenaufreibend. Auto- und Fahrradfahrer machen sich gegenseitig das Leben schwer. Die Fußgänger sind ohnehin das schwächste Glied in der Kette. Zur Rushhour auf Osnabrücks Straßen unterwegs zu sein, ist kein Vergnügen.

Umso unverständlicher ist es, dass manche Autofahrer durch ihr Verhalten dazu betragen, dass der Verkehr noch zäher fließt oder komplett zum Erliegen kommt. Die Ampel springt auf Grün und die ersten Autos fahren los. Und obwohl sich schon absehen lässt, dass es das eigene Auto wegen des Staus wenige Meter weiter vorne nicht über die Kreuzung schaffen wird, treten viele Autofahrer trotzdem aufs Gaspedal. 

Hupkonzert gratis dazu

Die Folge: Das Auto bleibt auf der Kreuzung stehen und blockiert sie. Der kreuzende Verkehr kommt kurze Zeit später ebenfalls zum Erliegen. Nichts geht mehr. Mit seinem Fahrmanöver hat der ignorante Autofahrer aus stockendem Verkehr ein kleines Verkehrschaos gemacht. 

Seit rund vier Jahren pendele ich mit dem Auto in die Innenstadt von Osnabrück. Gefühlt sehe ich dieses Phänomen immer häufiger. Und was nutzt es denn, wenn man die Grünphase noch ausnutzt, um fünf Meter weiter wieder stehen zu müssen? Dann aber dem zurecht grimmigen Blick des Fahrers ausgesetzt, dem man die Weiterfahrt versperrt. Das Hupkonzert gibt es gratis dazu.



Dieses sinnlose In-die-Kreuzung-Fahren sieht man allerdings nicht nur bei Fahrzeugen mit vier Rädern. Mir begegnen regelmäßig auch Lkw und Busse, die bei Stau noch in die Kreuzung hineinrollen. Bis die dann aus dem Bereich gefahren sind, dauert es entsprechend länger. 

Geduld ist gefragt

Baustellen, Unfälle und das gesteigerte Verkehrsaufkommen sorgen ohnehin dafür, dass die Straßen immer öfter verstopft sind. Darum, liebe Osnabrücker und Berufs-Osnabrücker, übt euch an den Ampeln ein wenig in Geduld und wartet bei Stau – auch wenn es grün wird. Vielleicht kann vorbildliches Verhalten ja ansteckend sein – und ihr seid bald in ähnlichen Situationen selbst in der Lage, durch eine freie Kreuzung zu fahren, weil andere vorausschauend und rücksichtsvoll unterwegs waren. Und nicht als Egomanen mit Hang zum nervösen Drängeln.


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