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Michael Philippi ist tot Chef der Paracelsus-Kliniken stirbt im Alter von 61 Jahren

Von pm

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Der Vorsitzende der Geschäftsführung der Paracelsus Kliniken, Michael Philippi, ist am Sonntagmorgen plötzlich und unerwartet gestorben. Foto: Ulrike FackertDer Vorsitzende der Geschäftsführung der Paracelsus Kliniken, Michael Philippi, ist am Sonntagmorgen plötzlich und unerwartet gestorben. Foto: Ulrike Fackert

Osnabrück. Der Vorsitzende der Geschäftsführung der Paracelsus-Kliniken, Michael Philippi, ist am Sonntagmorgen gestorben. Das gaben die Paracelsus-Kliniken bekannt.

Laut Pressemitteilung der Paracelsus-Kliniken ist Michael Philippi am Sonntagmorgen "plötzlich und unerwartet" gestorben. Er wurde 61 Jahre alt und hinterlässt seine Frau und erwachsene Kinder. 

Aufsichtsrat: "Ich bin tief bestürzt und fassungslos"

Nach abgeschlossener Insolvenz der Paracelsus-Kliniken und vollzogener Übernahme durch die Porterhouse Group hatte Philippi Anfang August den Vorsitz der Geschäftsführung übernommen. „Michael Philippi hat seine Aufgabe in unserer Klinikgruppe mit großem Tatendrang und mit für alle spürbarer Freude übernommen", teilt Felix Happel, Aufsichtsrat der Paracelsus-Kliniken mit: "Gemeinsam haben wir eine Vision für Paracelsus entwickelt und geteilt." 

Happel weiter: "Er war ein ausgewiesener Gesundheitsexperte, wie ich nur wenige kenne. Aber vor allem war Michael Philippi ein Mensch, der Menschen mochte und der auch deshalb mit offenen Armen im Paracelsus-Team aufgenommen wurde. Ich bin – wie alle in der Paracelsus-Gruppe – tief bestürzt und fassungslos, dass er viel zu früh von uns gegangen ist. Unser tief empfundenes Mitgefühl gilt in dieser Stunde zuallererst seiner Frau und seinen Kindern."

Duo übernimmt Geschäftsleitung

Bis auf Weiteres werden die Geschäfte der Kliniken von den beiden weiteren Mitgliedern der Geschäftsleitung, Michael Schlickum und Fabian Pritzel, fortgeführt. „Im Sinne von Michael Philippi werden wir an unserem gemeinsamen Ziel für die Paracelsus Kliniken konsequent und mit vollem Engagement weiterarbeiten", so Happel.

Brickwedde reagiert betroffen

"Zutiefst bestürzt" hat der Aufsichtsratsvorsitzende des Klinikums Osnabrück, Fritz Brickwedde, auf die Todesnachricht reagiert. Er sprach am Montag der Familie und den Mitarbeitern der Paracelsus-Gruppe sein tiefstes Mitgefühl aus. Brickwedde hatte nach eigenen Worten erst vergangene Woche ein mehrstündiges, "sehr gutes Gespräch" mit Philippi geführt. "Wir haben uns dabei kennen- und schätzen gelernt", so Brickwedde. Es sei eine "sehr konstruktive Unterredung über die Zusammenarbeit von Paracelsus, Klinikum und Nils-Stensen zum Wohle des Gesundheitsstandortes Osnabrück" gewesen. "Ich bedauere außerordentlich, dass dieses gute Gespräch mit Herrn Philippi nicht fortgesetzt werden kann", sagte Brickwedde. 

Sana zu führenden Klinikbetreiber geführt

Als gelernter Diplom-Kaufmann und promovierter Wirtschaftswissenschaftler hat Philippi beinahe seine gesamte berufliche Karriere bei dem privaten Klinikbetreiber Sana AG in verschiedensten Führungspositionen verbracht. Unter seiner Leitung wuchs Sana zu einem der führenden Klinikbetreiber in Deutschland heran. Zudem engagierte er sich über viele Jahre als Honorarprofessor an der Apollon Hochschule der Gesundheitswirtschaft. Darüber hinaus vertrat er die Branche als Vizepräsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) und als Vizepräsident des Bundesverbandes Deutscher Privatkliniken (BDPK).


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