Baumklettermeisterschaft Baumpfleger kämpfen in Osnabrück um die Kletterkrone

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Osnabrück. Erstmals findet Anfang September die Baumklettermeisterschaft in Osnabrück statt. Kletternde Baumpfleger müssen sich dabei in fünf Wettkampf-Disziplinen beweisen. Neben dem Spaß geht es den Veranstaltern um die Vermittlung eines sachgerechten Umgangs mit den Bäumen.

Dass Klettern in Bäumen nicht nur was für Kinder ist, zeigen Baumpfleger tagtäglich. In 20 oder 30 Meter Höhe springen sie von Ast zu Ast und das im Dienste des Baumes. Dies machen sie auch bei den Baumklettermeisterschaft, die nun zum ersten Mal in Osnabrück stattfindet.

Kletternde Baumpfleger

Am 2. und 3. September kämpfen die kletternden Baumpfleger auf dem Campus Haste der Hochschule Osnabrück bei der sechsten westdeutschen Meisterschaft um die Kletterkrone. Besucher erwartet ein Wettkampf der besonderen Art. Denn die Teilnehmer aus ganz Deutschland werden nicht einfach auf Bäume klettern. Bei der Baumklettermeisterschaft handelt es sich um einen Berufswettkampf, das heißt die Wettkampf-Disziplinen sind an ihre normalen Arbeitsabläufe angelehnt. Dazu gehört zum Beispiel, ein Seil hoch oben in die Baumkrone werfen, daran emporzuklettern und oben den Arbeitsparcours zu bewältigen, oder einen anderen Kletterer aus dem Baum zu retten.

Die fünf Wettkampf-Disziplinen sind Workclimb, Aufstiegsklettern, Speedclimb, Rescue und Throwline. Es geht dabei um Folgendes:

  • Beim Workclimb sollen mehrere Arbeitsstationen in der Krone möglichst baumschonend erreicht werden, wobei eine Glocke mit einer Säge anzuschlagen und auf minimale Belastung der Äste zu achten ist. Dies ist die Königsdisziplin, da sie alles vereinigt, was dem baumkletterischen Ideal entspricht. Beweglichkeit, Eleganz und sicheren Umgang mit dem Klettermaterial.
  • Aufstiegsklettern: So schnell wie möglich muss an einem Seil aufgestiegen und eine Glocke in 15 Metern Höhe angeschlagen werden.
  • Beim Speedclimb wird frei an den Ästen des Baumes geklettert. Ziel ist es, innerhalb kürzester Zeit die Zielglocke zu erreichen, ohne das Sicherungsseil zu belasten. Auch hier kommt es auf Geschwindigkeit, Körperkontrolle und Beweglichkeit an.
  • Rescue: Eine simuliert verunglückte Person ist in dieser Disziplin so schnell und sicher wie möglich aus der Krone des Baumes zu retten. Durch ein Zeitlimit ist diese Station besonders anspruchsvoll, da sowohl schnelles Klettern gefragt ist, aber ebenso ein sicherer Umgang mit der verunglückten Person.
  • Beim Throwline müssen die Teilnehmer ein Bleigewicht an einer Wurfschnur in den Baum einwerfen. Dabei geht es darum, in markierte Astgabeln einzuwerfen und in diese eine aufstiegsfähige Seilstrecke einzubauen. Je höher die Astgabeln sind, desto höher die zu erreichenden Punkte. Dafür ist insbesondere eine gute Hand-Augen-Koordination nötig, um sich viele Punkte zu sichern.

Baumklettermeisterschaften werden in Deutschland seit 1992 durch die ISA (International Society of Arboriculture) in Zusammenarbeit mit Unternehmen der Branche ausgerichtet. Ein Ziel solcher Veranstaltungen ist, Wissen über den sachgerechten Umgang mit Bäumen einem breiten Publikum zu vermitteln. Außerdem soll der Beruf des kletternden Baumpflegers der Öffentlichkeit nahegebracht werden.

36. Osnabrücker Baumpflegetage

Im Anschluss an die Baumklettermeisterschaft finden die 36. Osnabrücker Baumpflegetage vom 4. bis 5. September statt. Diese Informationsveranstaltung und Fachmesse der Hochschule Osnabrück steht unter Schirmherrschaft der Deutschen Bundesstiftung Umwelt. Dabei tauschen sich Experten aus der Baumpflege und dem Grünflächenmanagement in Vorträgen und Workshops zu Themen der Baumpflegepraxis, Baumstandorte oder auch Krankheiten und Schädlinge aus.


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