Jobmesse: Fast 9000 Besucher Wie Osnabrücker Arbeitgeber junge Leute ködern

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Großes Gedränge auf dem roten Teppich: Die Jobmesse zog in diesem Jahr fast 9000 Besucher an. Foto: barlagmessenGroßes Gedränge auf dem roten Teppich: Die Jobmesse zog in diesem Jahr fast 9000 Besucher an. Foto: barlagmessen

Osnabrück. Sie rollen nicht nur den roten Teppich aus, sie locken sogar mit Prämien. Was sich Arbeitgeber einfallen lassen, um an neue Mitarbeiter zu kommen, zeigte sich am Wochenende auf der Jobmesse im Autohaus Walkenhorst in Osnabrück. Fast 9000 Besucher wurden gezählt.

„Die Unternehmen legen sich ins Zeug“, sagt Ausstellungsleiter Michael Barlag. Beim Rundgang begegnen dem Gast viele lächelnde Gesichter, an vielen Ständen gibt es Schokolade oder es duftet nach Croissants. Das zieht. Bis zu 200 Gespräche mit Bewerbern sollen einige Arbeitgeber geführt haben.

Vorstellungsgespräch am Tag danach

Und dabei ging es oft schon sehr verbindlich zu. Ann-Katrin Rose von der Bäckerei Brinkhege hat zum Beispiel eine kaufmännische Angestellte gleich für den Montagmorgen zum Vorstellungsgespräch in ihr Büro eingeladen. „Es geht nicht nur um Azubis“, sagt sie, und ihr Unternehmen stelle nicht nur Mitarbeiter für die Backstube ein.

Um Bewerber zu ködern, gab es bei Brinkhege kleine Kärtchen mit einer Messeprämie in Höhe von 200 Euro. Die werden ausgezahlt, wenn ein Besucher der Jobmesse in den Betrieb kommt und nach zwölf Monaten erfolgreich eingearbeitet ist.

Junge Kandidaten

Nebenan bei Strautmann Hydraulik gibt es schon Erfahrungen mit Nachwuchskräften, die über die Messe den Kontakt zum Unternehmen geknüpft haben. Dazu gehören ein Industriekaufmann und eine Mitarbeiterin aus der Qualitätssicherung, wie Michaela Strautmann begeistert erzählt. Bei ihr haben sich auch jüngere Kandidaten gemeldet, die nach einer längerfristigen Perspektive suchen. Etwa eine Schülerin, die Maschinenbau studieren will. Aber bis zu ihrem Abschluss braucht sie noch ein paar Jahre.

Michaela Strautmann freut sich über die vielen ernsthaften Gespräche, die sich ergeben haben. Vor allem auch darüber, dass der eine oder andere Lehrer am Sonntag mit einem seiner Schüler an den Stand kam.

Persönlicher Eindruck schlägt Bewerbungsschreiben

Ausstellungschef Michael Barlag ist überzeugt, dass die Messe eine gute Chance für Bewerber ist, deren schriftliche Bewerbung nicht so viel her macht. Der persönliche Eindruck könne viel bewirken, meint er.

Arbeitgeber, die auf der Jobmesse vertreten waren, äußerten sich zufrieden über den Verlauf der Gespräche. Viele Besucher seien gut vorbereitet gewesen, sagt Heike von Wahlde, die für den Automobilzulieferer Boge Rubber & Plastics aus Damme den Stand betreut hat: „Man merkt, dass die Leute gezielte Fragen stellen“. Bei ihr gab es nicht nur Schokolade oder Kugelschreiber. Als „Giveaway“ besonders gefragt war eine Kameralinse, mit der dem Smartphone ein Teleobjektiv aufgesetzt wird.


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