Landwirtschaft hautnah erleben Tierschau lockt tausende Besucher nach Hellern

Von Antonia Wahmhoff

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Der letzte Feinschliff vor dem großen Auftritt: Der Vorführwettbewerb der Jungzüchter ist ein Highlight der Tierschau. Foto: Antonia WahmhoffDer letzte Feinschliff vor dem großen Auftritt: Der Vorführwettbewerb der Jungzüchter ist ein Highlight der Tierschau. Foto: Antonia Wahmhoff

Osnabrück. Bei strahlendem Sonnenschein fand am Sonntag die Tierschau mit Bauernmarkt und Gewerbeausstellung statt. Rund 7000 Besucher kamen nach Angaben der Veranstalter auf den Hof Meyer zu Strohen in Hellern. Hier konnten sie einen Blick hinter die Kulissen eines modernen Milchviehbetriebs werfen.

Mit zahlreichen Attraktionen und einem vielfältigen Programm lockten das Landvolk, die Landfrauen, die Landjugend und die Arbeitsgemeinschaft der Rindviehzuchtvereine am Sonntag nicht nur Fachpublikum nach Hellern. Auch viele interessierte "Laien" nutzten die Möglichkeit, auf dem Hof Meyer zu Strohen die Landwirtschaft aus nächster Nähe zu erleben. So konnten Besucher die Milchviehställe besichtigen und die Funktionsweise eines Melkroboters kennenlernen.



Wichtiges Kriterium: Das Euter

Herzstück der Veranstaltung war natürlich wie in jedem Jahr die Tierschau. 116 Holstein-Kühe wurden in abgesteckten "Arenen" von ihren Züchtern präsentiert und dabei von Preisrichtern bewertet. Neben dem idealen Körperbau ging es für die Experten bei der Bewertung vor allem um das Euter der Schaukühe. 


Blick hinter die Kulissen: Die Besucher konnten den Milchviehstall von Familie Meyer zu Strohen besichtigen.



Besonderes Highlight der Tierschau war der Jungzüchtervorführwettbewerb, bei dem 53 Jungzüchter im Alter von unter 25 Jahren mit ihren Rindern und Kälbern gegeneinander antraten. Kein Wunder also, dass kurz vor den Auftritten Nervosität in der Luft lag. Doch die fünfjährige Ida, die zum ersten Mal an dem Wettbewerb teilnahm, ließ sich die Aufregung nicht anmerken und führte ihr einen Monat altes Kälbchen souverän durch den Ring. Dass sich das Üben im Vorfeld gelohnt hatte, stand spätestens fest, als Preisrichterin Rieke Eggers die Präsentation der beiden lobend kommentierte.

Neben den schwarz-weiß gefleckten Holstein-Kühen bestaunten die Besucher auch andere Rinderrassen und Tierarten. So konnte man sich zum Beispiel bei Familie Biesenkamp aus Hilter über die gutmütigen English Longhorn informieren. 

Ein Kinder-Quadparcours, der Bauernmarkt mit Kunsthandwerk und regionalen Lebensmitteln, das Kuh-Roulette des Fördervereins des Lions-Clubs Diversitas, viele Informationsstände und eine Caféteria mit selbst gebackenem Kuchen der Landfrauen - das abwechslungsreiche Programm ließ keine Wünsche offen. 

Nicht nur bei der Bewertung der Schaukühe, sondern auch bei der Verköstigung der Besucher stand eines eindeutig im Mittelpunkt: die Milch. Die Landfrauen vom Kreisverband Osnabrück zauberten an ihrer Milchbar besondere Kreationen, und es dauerte nicht lange, bis sich dieser Geheimtipp herumgesprochen hatte. 

Abschied nach über 20 Jahren Tierschauleitung

Sowohl Anette und Fritz Meyer zu Strohen als auch Tierschauleiter Ferdinand Hartmann zeigten sich sehr zufrieden mit dem Gelingen der Veranstaltung. Seit mehr 20 Jahren organisiert und plant Ferdinand Hartmann von der Osnabrücker Herdbuch eG (OHG) die Tierschau. Doch voraussichtlich hat er die Tierschauleitung in diesem Jahr zum letzten Mal übernommen, da er sich in den Ruhestand verabschieden wird. Ein Amt, in das er viel Herzblut gesteckt hat und das er nach dieser langen Zeit, "mit einem lachenden und einem weinenden Auge" abgeben wird, versichert er.

Alle Ergebnisse der Tierschau finden Sie unter: www.tierschau-os.de


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