Friedensradtour mit 23 Teilnehmern Von Osnabrück nach Münster: Zeichen gegen Lepra gesetzt

Von Alexander Adams

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Durch die von der Heger Laischaft geschmückte Altstadt führten die ersten Meter der Friedensradtour, die von der Osnabrücker Aktionsgemeinschaft der Deutschen Lepra- und Tuberkulosehilfe (DAHW) veranstaltet wurde. Foto: Swaantje HehmannDurch die von der Heger Laischaft geschmückte Altstadt führten die ersten Meter der Friedensradtour, die von der Osnabrücker Aktionsgemeinschaft der Deutschen Lepra- und Tuberkulosehilfe (DAHW) veranstaltet wurde. Foto: Swaantje Hehmann

Osnabrück. Auf den Spuren des Friedensreiters von 1648 radelten am Samstag 23 Teilnehmer der diesjährigen Friedensradtour von Osnabrück nach Münster, um ein Zeichen gegen ausgrenzende Krankheiten wie Lepra zu setzen.

Die seit 1997 von der Osnabrücker Aktionsgemeinschaft der Deutschen Lepra- und Tuberkulosehilfe (DAHW) veranstaltete Tour führte über 80 Kilometer vom Rathaus der Hasestadt nach Münster–Kinderhaus zum dortigen Lepramuseum. 

In Deutschland und Westeuropa in der Öffentlichkeit kaum noch thematisierte Krankheiten wie Lepra und Tuberkulose betreffen in den Ländern der Dritten Welt noch immer Millionen Menschen. Mangelernährung, schlechte hygienische Verhältnisse und unzureichende medizinische Versorgung begünstigen eine Verbreitung dieser „Krankheiten der Armut“ und machen Infizierte aus Angst vor Ansteckungen zu Ausgegrenzten der Gesellschaft.

Zusammenhalt

Auf diese Probleme aufmerksam zu machen und aktive Hilfe zu leisten, hat sich auch die Osnabrücker Aktionsgemeinschaft der DAHW auf die Fahnen geschrieben. Mit der Friedensradtour solle auch darauf hingewiesen werden, dass die Bekämpfung dieser Krankheiten sehr viel mit Friedensarbeit und gesellschaftlichem Zusammenhalt in den betroffenen Ländern zu tun habe, so Organisator Dirk Raufhake.

Der Hilteraner zeigte sich angesichts des im Vorfeld sehr wechselhaften Wetters mit der diesjährigen Teilnehmerzahl sehr zufrieden, zumal einige auch weite Anfahrtswege in Kauf genommen hatten. So waren Bernhard Paulsen-Hammerschmidt und seine Frau Maria Hammerschmidt extra mit ihren Rädern aus Haan bei Wuppertal angereist. Die langjährigen Teilnehmer freuten sich über ein Wiedersehen mit vielen Freunden, die sie durch ihr intensives Engagement bei der DAHW gewonnen haben.

Mit dem Bus zurück

Nachdem die Gruppe am Morgen in Osnabrück gestartet war, folgte nach zweieinhalb Stunden der erste Zwischenstopp in Lengerich. Dort besuchte man den Gedenkstein für eine mittelalterliche Leprakolonie, der 2002 von der berühmten Lepra-Ärztin und Ordensschwester Dr. Ruth Pfau eingeweiht worden war. Über weitere Zwischenstationen in Ladbergen, am Flughafen Münster/Osnabrück und in Gimbte erreichte man am Nachmittag das Lepramuseum in Münster-Kinderhaus.

Dort konnten sich die Teilnehmer nach 80 Kilometern im Sattel bei Gegrilltem und kalten Getränken stärken und an einer Museumsführung teilnehmen, bevor der bequemere Rückweg mit dem Bus angetreten wurde. Für die genaue Verwendung der an diesem Tag reichlich zusammengekommenen Spenden wird noch ein konkretes Hilfsprojekt gesucht, nachdem zwei erfolgreiche Hilfsaktionen in Indien ausgelaufen sind.


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