Rechenschaftsbericht der Heger Laischaft Laischaft berichtet: Heger Holz ist bienenfreundlich und für alle

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Beliebtes Fotomotiv beim Rechenschaftsbericht der Heger Laischaft: Gerhard Gust und OB Wolfgang Griesert, flankiert von der Stadtwache. Foto: Thomas OsterfeldBeliebtes Fotomotiv beim Rechenschaftsbericht der Heger Laischaft: Gerhard Gust und OB Wolfgang Griesert, flankiert von der Stadtwache. Foto: Thomas Osterfeld 

Osnabrück. Nach dem Schnatgang am Freitag folgte am Samstag der Rechenschaftsbericht der Heger Laischaft im Osnabrücker Rathaus. Gerd Gust, Wort- und Buchhalter der Laischaft berichtete über das Heger Holz als nachhaltiges Grundstück.

Rund 100 Hektar Land gehören der Heger Laischaft, wovon heute 80 Hektar bewaldet sind. Dabei geht es der Heger Laischaft aber nicht darum, den größtmöglichen finanziellen Profit zu erzielen. "25 Prozent der Waldbäume sind bienenfreundlich", erklärte Gerd Gust, Wort- und Buchhalter des Traditionsvereins. Winterlinde, Wildbirne oder Zierapfel heißen einige davon. "Das Holz der Bäume ist wenig ertragreich, aber die Bäume blühen sehr schön und das ist für die Umwelt und die Bienen wichtig", so Gust.

Heger Holz als grüne Oase

Florian Stockmann, Leiter des Forstamtes Weser-Ems, lobte im Friedenssaal die nachhaltige Forstwirtschaft der Laischaft, die schon vor mehr als 300 Jahren nicht auf eine Monokultur, sondern auf einen Mischwald setzte. Heute sei das Heger Holz eine grüne Oase in der Stadt und damit ein "Erholungs-Hotspot". Denn alle Bürger können nach dem allgemeinen Betretungsrecht (§14 des Bundeswaldgesetz) den Wald zur Erholung benutzen.

Bäume von Insekten bedroht

Doch nicht nur Positives hatte Gust mitzuteilen: 18 Fichten mussten in den vergangenen Wochen gefällt und das Stammholz sofort weggetragen werden, um es vor der aktuellen Borkenkäfer-Invasion zu retten. Aufgrund der Trockenheit in 2018 seien zudem viele Knospen vertrocknet und der Wald nur wenig gewachsen.

Florian Stockmann vom Forstamt Weser-Ems hielt die Festrede. Foto: Thomas Osterfeld

Dafür werden in diesem Jahr laut Gust fünf Edelkastanien gepflanzt. Der Baum des Jahres 2018 soll am Karl-Kühling-Weg beim Rubbenbruchsee ausgesät werden. Hinter diesem Platz steckt wieder eine alte Geschichte. Der verstorbenen Karl Kühling, Ehrenbürger der Stadt Osnabrück und Namensgeber des Wegs, gab 1969 als Wort- und Buchhalter der Laischaft dem damaligen Jungen und heutigen Wort- und Buchhalter Gerd Gust die traditionelle Backpfeife an der "Eisernen Hand".

Festlicher Abschluss des Schnatgangs

Der Rechenschaftsbericht der Heger Laischaft gehörte zum Abschluss des "Großen Schnatgangs 2018", der am Samstagabend von den Interessenten im Heger Holz gefeiert wurde. Für Stimmung am Samstag sorgte im Friedenssaal Adrian Golbeck mit Stücken auf dem Marimbaphon. "Holz schlagen, kann sich auch so anhören", sagte Wolfgang Griesert, Oberbürgermeister der Stadt Osnabrück und sorgte damit für zahlreiche Lacher.

Er hatte beim Schnatgang erfahren, dass die Stadt Osnabrück drei Gerechtigkeiten besitzt und damit drei Stück Vieh auf die Weide treiben lassen darf. "Das will ich gerne wahrnehmen, weil mir manchmal der ein oder andere Ochse über den Weg läuft", scherzte Griesert.


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