Partystimmung und Power-Pop Für Kinder und Kuba: Elftes Haste Open Air furios gestartet

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Musikalisches Feuerwerk: Die emsländischen Indie-Rock-Helden Razz beim elften Haste Open Air. Foto: Elvira PartonMusikalisches Feuerwerk: Die emsländischen Indie-Rock-Helden Razz beim elften Haste Open Air. Foto: Elvira Parton

Osnabrück. Mit einem routinierten Auftritt des international ambitionierten Indie-Rock-Quartetts Razz ging der erste Tag des Haste Open Airs zu Ende.

Für die vier festivalerprobten Jungs aus dem Emsland war es im Vorfeld von Auftritten in England der heimatnahe Abschluss der hiesigen Freiluftsaison, für die Veranstalter eine von einigen Neuerungen. Denn zum ersten Mal gab es auch am traditionell schwächer besuchten Freitag einen überregional bekannten Headliner. Am Ende waren es rund 400 Besucher, die auf das Gelände an der Christus-König-Kirche strömten, um zugunsten der kubanischen Partnergemeinde in Havanna und des neu gegründeten Fördervereins der Kindertagesstätte Haste eine fröhliche Party zu feiern. 

Lokale Anheizer

Dazu trugen auch die beiden lokalen Bands bei, die entgegen des unter anderem gespielten Ärzte-Covers „Zu spät“ pünktlich zum Glockenschlag um 19 Uhr die elfte Auflage des Benefiz-Festivals eröffneten – zunächst  die vierköpfige „Arbeitsgruppe Punk“ (AGP), die das Genre eher vom Spaßfaktor aus interpretierte. Den Text ihrer Ballade „Wenn du jetzt gehst“ nahm sich keiner der Zuschauer zu Herzen, die dann bei frühherbstlichen Temperaturen Zeugen von „30 Grad im Schatten“ wurden, so der Name jener Cover-Band, die es in der Tat schaffte, zumindest die Stimmung anzuheizen – gemeinsam mit den Pyro-Effekten, die nun in der Dämmerung rund um die Bühne zum Einsatz kamen. Ansonsten von bis hin zum wild gemischten Neunzigerjahre-Medley genreübergreifend unerschrocken, legte das Osnabrücker Quartett aber immerhin Wert darauf, „Helene Fischer-frei“ zu sein. Und spätestens als die energiegeladene Frontfrau Iris ein Linkin Park-Cover anstimmte, nahm man ihr ab, dass sie anderweitig als Shouterin härtere Töne anschlägt.

Eindringlicher Höhepunkt

Neben dem tatsächlichen fackelten schließlich Razz ihr ganz eigenes musikalisches Feuerwerk ab. Elektrisierend klirrende Gitarren, pulsierende Bassläufe und treibende, wie ein starkes Herz pochende Beats gingen durch Mark und Tanzbein. Dazu gesellte sich die kraftvolle Stimme von Niklas Keiser, mit der er mitunter betörende Melodien in den längst stockdunklen Haster Abendhimmel hinaus sang, besonders eingängig beim mitsingbaren „Let It In, Let It Out“ und besonders eindringlich beim sukzessive Spannung aufbauenden „Another Heart/Another Mind“. Der Plan, auch bereits am Freitag für einen Höhepunkt zu sorgen, war aufgegangen.


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